Schönheit und Liebe

Es sah alles etwas anders aus am Sonntagmorgen des 14. April. Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Gottes geliebte Menschen“ hatte sich der Gottesdienstraum in ein Fotostudio verwandelt. Leinwand, Treppe und eine ganze Armada von Blitzgeräten nahmen den vorderen Teil des Gottesdienstraumes ein. Die Tische waren liebevoll dekoriert und schnell füllte sich der Raum. Die Band nahm die wuselnde Stimmung auf und eröffnete diesen besonderen Gottesdienst. Carsten Hokema ließ uns alle in seiner Predigt Gottes Begeisterung über uns Menschen spüren. In seiner bezaubernden Art und Weise veranschaulichte er Gottes Sicht auf uns Menschen. Gott hat sich etwas dabei gedacht, uns Menschen in seine Welt zu setzen und findet uns „SEHR GUT“!

Im Anschluss an den Gottesdienst erwartete die Besucher ein wunderbares Buffet und Carsten Hokema begann, nacheinander jeden der wollte in Szene zu setzen. Unter viel Gelächter und mit Spaß und Begeisterung entstanden so nach und nach viele Augenblicke, die im Bild festgehalten wurden. Es war eine wunderbare Atmosphäre, der Gottesdienstraum war erfüllt von Lachen, essenden Menschen, spielenden großen und kleinen Kindern; und so verging die Zeit wie im Flug.

An den drei darauf folgenden Tagen fanden abends Vorträge statt, bei denen Carsten Hokema mit seiner unnachahmlichen, humorvollen Art den Menschen aus allen erdenklichen Perspektiven beleuchtete. Wie sehe ich mich? Wie sehen andere mich? Warum gibt es da oft so einen großen Unterschied in der Blickweise? Und welcher Blick ist wirklich wichtig? Immer wieder fokussierte sich die Betrachtung darauf, dass Gott den Menschen anders ansieht als wir uns. Er kennt uns, unsere Abgründe, unsere Geheimnisse und eben auch unsere Schönheit, die in jedem Menschen ist und die anderen Menschen und sogar uns selbst oft verborgen bleibt. Vor Gott nützt keine schöne Fassade. Und was das wundervollste an Gottes Blick ist: er sieht uns – und liebt uns. TROTZDEM!

Am Mittwoch gipfelte die Veranstaltungsreihe in einer wunderbaren Ausstellung, bei der alle am Sonntag entstandenen Fotos gezeigt wurden. Da gab es viel zu bewundern, zu schmunzeln, zu lachen und auch Nachdenkliches. Jedes der Bilder ist absolut einzigartig und zeigt, wie wunderbar wir sind. Egal ob nachdenklich, kritisch, lachend, grübelnd, unsicher oder standhaft – das alles sind wir: Gottes geliebte Menschen. Jeder auf seine einzigartige Weise genial, unverwechselbar und wunderschön.

Am Ende des Abends durfte jeder sein Foto mitnehmen, um sich immer wieder daran zu erinnern: Wir sind Gottes geliebte Menschen. Und nie vergessen… Gott liebt uns TROTZDEM!

Anja Dohmeyer

Weltgebetstag 2013

Schade, dass du nicht dabei gewesen bist am Freitag, den 1.3.2013 um 15.00 Uhr in unserer Nachbargemeinde Söderblom in Marßel.
Die Arbeitsgruppe WGT aus vier Gemeinden, zu der wir auch gehören, hatte zur Feier des Weltgebetstages eingeladen. In über 170 Ländern weltweit wird an diesem Tag über das Gastgeberland informiert und ein gemeinsamer Gottesdienst gefeiert. Dieses Jahr lud uns unser Nachbarland Frankreich ein. Also kein Land in Übersee, das so weit weg ist und zu dem man nicht so leicht einen Kontakt bekommen kann.
Mit Frankreich verbindet uns vieles. Während der Informationen über Land und Leute konnte man ganz besondere Gemeinsamkeiten gerade auch mit unserer Gemeindeform entdecken. In Frankreich sind per Gesetz Kirche und Staat strikt getrennt. Das bedeutet: Es werden keine Kirchensteuern über den Staat erhoben. Jede Gemeinde in Frankreich, gleich welcher Konfession, muss sich aus eigener Kraft finanzieren mit allen Aufgaben, die anstehen z.B. auch der besonders schwierigen, nämlich der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund. Das ausgewählte Motto „Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen“ bekommt da noch eine besondere Bedeutung.
Wir unterstützen die am Weltgebetstag teilnehmenden Länder durch unser Interesse an ihnen, durch unsere Kollekte sowie durch Gebet und Feier des Gottesdienstes, den die Frauen des Gastgeberlandes vorbereitet haben.
Als Arbeitsgruppe aus vier Gemeinden haben wir uns intensiv auf diesen Weltgebetstag mit dir und Frankreich vorbereitet. Schade, aber vielleicht hattest du ja etwas anderes vor?
Oder haben wir nicht intensiv genug eingeladen? Vielleicht ist der Weltgebetstag nicht sooo spannend und es gab schon zu viele Gemeindetermine in dieser Woche?
Was es auch sei, es gibt immer eine neue Chance an einer WGT-Veranstaltung teilzunehmen. Sie ist übrigens nicht nur für Frauen!
Wir, der Arbeitskreis WGT, würden uns sehr freuen, wenn wir dich doch interessieren könnten. Wir sind offen für deine Fragen zu unserer Arbeit.
Im nächsten Jahr sind wir zwar nicht das Gastgeberland, aber unsere Gemeinde ist am Freitag, den 7.3.2014, die Gastgemeinde. Gemeinsam mit den Gemeinden St. Martini Lesum, Söderblom Marßel und Friedehorst bereiten wir diesen Tag vor. Vielleicht schreibst du dir das Datum ja schon in deinen Kalender.
Wir freuen uns auch, wenn du als Gast kommst und uns nicht allein lässt. Noch mehr würden wir uns aber über deine Mitarbeit freuen, denn „Glaube am Montag“ kann auch an einem Freitag im März 2014 stattfinden.
Du kannst mich gern anrufen 0421 / 6361153 und dich bei mir informieren.
Ulla Ratjen

Viele Gäste in unserem Gottesdienstraum

Zum zweiten Mal fand in diesem Jahr der „Winterspielplatz“ in unserer Gemeinde statt.
Zwischen dem 4. und 9. Februar tummelten sich täglich Eltern mit ihren kleinen Kindern im Gottesdienstraum. War das ein buntes Treiben! Voller Freude kletterten Kinder auf die Spielgerüste oder tobten sich in der Hüpfburg aus. Auch diesmal hatte unser Gemeindejugendwerk uns die Großspielgeräte wie Hüpfburg, Bällebad, Rutsche und vieles mehr zur Verfügung gestellt.
Die Eltern waren vom Angebot begeistert: „Einfach toll! Eine gute Chance zum Austoben in dieser schrecklichen Jahreszeit. Nur länger müsste es sein.“ Das fanden wir Mitarbeiter auch. Jedoch würden wir dann noch mehr Unterstützung benötigen. Eine Idee kam schon von den Besuchereltern: „Wir helfen mit. Vielleicht an ein oder zwei Nachmittagen. Oder wir backen einen Kuchen. Oder fühlen uns für das Café zuständig.“ Da freut sich Mira Kluge, die von Montag bis Samstag, jeden Tag alles vorbereitet und nachbereitet hatte.
Ganz herzlichen Dank an alle MitarbeiterInnen. Bestimmt findet der Winterspielplatz im nächsten Jahr wieder statt – in welcher Form auch immer. An 140 Kindern in diesem Jahr kommt man schlecht vorbei.

Michael Schnepel

Gottes geliebte Menschen vom 14.-17. April 2013 in Bremen-Lesum

Was ist das eigentlich?
Die Aktion „Gottes geliebte Menschen“ ist eine tolle Möglichkeit um Bekannte, Freunde und Nachbarn einzuladen. Alle Gäste werden im Rahmen des ersten Veranstaltungstages von einem Fotografen fotografiert und sie hören in den dazugehörigen Veranstaltungen, dass sie von Gott geliebt sind.

Aber jetzt mal ganz von vorn:
„Gottes geliebte Menschen“ ist eine viertägige Seminarreihe, in der existenzielle Themen des Menschseins behandelt werden. Den Auftakt bildet jeweils ein Sonntagsgottesdienst, dem drei Abendveranstaltungen folgen.

Im Rahmen des Auftakt-Gottesdienstes und in dessen Anschluss werden die GottesdienstteilnehmerInnen fotografiert (Porträt). Dazu wird die Kirche oder werden die Gemeinderäume zu einem öffentlichen Fotostudio umgebaut. Gäste, Freunde, Bekannte und Verwandte werden bei lockerer Atmosphäre (Kaffee und Kuchen etc.) eingeladen, kostenlos Porträtfotos von sich machen zu lassen, die für eine sich anschließende Ausstellung verwendet werden. Den Abschluss der Seminarreihe bildet eine Vernissage / Ausstellungseröffnung am folgenden Mittwochabend. Die am Sonntag gemachten Porträtfotos werden dann in einer Größe von ca. 20 x 30 cm präsentiert und anschließend an die Fotografierten verschenkt.
Soweit der Text des Begleitheftes.

Für uns bedeutet das, dass wir unser Gemeindehaus umgestalten werden, viele Menschen einladen können, drei Abende einladend gestalten, frisch moderieren und mit allen Sinnen genießen dürfen. Ich war im letzten Jahr in der Gemeinde
Osterholz-Scharmbeck, die diese Veranstaltungsreihe durchgeführt hat. Es war ein spannendes, tolles Projekt. Wir freuen uns, dass wir es für unsere Gemeinde im April nun selber durchführen können.

Weitere Informationen und die Möglichkeit Fragen zu stellen haben wir am 21. Februar um 20 Uhr in unseren Gemeinderäumen. Dann kommt Pastor Carsten Hokema aus Oldenburg zu uns, um uns einzustimmen und Fragen zu beantworten. Alle Interessierten sind herzlich zu diesem Abend eingeladen.
Und natürlich kann man nachschauen unter www.gottesgeliebtemenschen.de.

Ruth Lange

Bald ist Ostern! Vorher ist Passionszeit.

Leben mit Passion!

Liebe Gemeinden in NWD!
Der Landesverband Nordwestdeutschland bereitet für die Passionszeit 2013 einen kostenlosen Kalender mit dem Titel „Leben mit Passion“ vor.
Die Texte und Bilder des Kalenders sollen Freunde und Mitglieder unserer Gemeinden mit anregenden Gedanken, Gebeten und Grafiken durch die Passionszeit begleiten.
Der Vorschlag der Landesverbandsleitung ist, dass alle Gottesdienstbesucher den Kalender im Gottesdienst am 3. oder 10. Februar kostenlos erhalten. Der Kalender soll beim Nachdenken über das Leiden und Sterben Jesu helfen und gleichzeitig dazu anregen, die gute Botschaft von Jesus weiter zu sagen und engagiert im Alltag zu leben.
Deswegen trägt der Kalender auch den Untertitel „47 Tage frohbotschaften“.

Gruppen und Hauskreise können die Inhalte des Kalenders aufnehmen und vertiefen.
Um das zu ermöglichen, werden wir ein Begleitheft als .pdf erstellen, welches ab Anfang Januar unter www.baptistenimnordwesten.de zum Download bereit stehen wird. Kurze Andachten, Gesprächsanregungen, vertiefende Impulse und weiterführende Gedanken zu den Themen des Kalenders werden in dieser ca. 40-50-seitigen .pdf enthalten sein.

Wir möchten Euch einladen, die Anregungen, Andachten, Gebets- und Gesprächsimpulse des Kalenders persönlich und auch in euren Hauskreisen und Kleingruppen zu nutzen.

Wäre es nicht schön, wenn in unseren Gemeinden durch diese gemeinsame Aktion Hoffnung entsteht? Wenn durch den Kalender und das Hauskreismaterial Christen gestärkt werden und viele Menschen, die Christus noch nicht kennen, auf möglichst vielfältige und liebevolle Weise mit dem Evangelium in Kontakt kommen.

Mit herzlichen Grüßen von der Landesverbandsleitung,
vom Arbeitskreis Mission und auch aus dem Dienstbereich Mission des Bundes (BEFG),

Eure Wilma Lükenga-Kruse (Landesverbandsleiterin)
und Carsten Hokema, Referent im Dienstbereich Mission des BEFG

Nachwuchs

Als jüngstes Mitglied unserer Gemeindefamilie begrüßen wir mit großer Freude Benjamin Alexander Bär, der unserer Pastorenfamilie am 22. November 2012 von Gott anvertraut wurde. Seine Eltern Anja und Alexander sowie die großen Schwestern Anna-Marie, Alina und Amelia sind sehr glücklich über den Familienzuwachs.
Wir als Gemeinde gratulieren von Herzen und wünschen der großen Familie Gottes Segen, trotz der Hektik des Alltags viele glückliche Stunden miteinander und den Eltern die nötige Ruhe und Gelassenheit.
Alle Besucher der Christvesper haben sich ganz besonders gefreut, dass Benjamin beim Krippenspiel als Akteur eingesetzt wurde und eine wichtige Rolle übernommen hat – welche, muss wohl nicht näher erläutert werden.

Unsere Pastorin ist bis zum 1. Geburtstag ihres kleinen Sohnes in Elternzeit, wird aber ehrenamtlich Predigtdienste und andere Aufgaben übernehmen. Vielen Dank dafür!

Sibylle Pegel

7 Wochen Ohne

Mehr als drei Millionen Menschen beteiligen sich jährlich an der Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ der evangelischen Kirche. Seit 30 Jahren lädt die Aktion ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag bewusst zu erleben und zu gestalten.
„7 Wochen Ohne“ – das heißt: eingeschliffene Gewohnheiten zu durchbrechen, die Routine des Alltags zu hinterfragen, seinem Leben möglicherweise eine neue Wendung zu geben oder auch nur wiederzuentdecken, worauf es ankommt. In Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen haben sich in dem Vierteljahrhundert Tausende Fastengruppen gebildet. Das Motto 2013 heißt: „Riskier was, Mensch! Sieben Wochen ohne Vorsicht“.

Weltgebetstag Freitag 1. März 2013

in der Söderblom-Kirche, Stockholmer Straße, Bremen-Marßel
15.00 Uhr Kaffeetrinken & Informationen
17.00 Uhr Gottesdienst

Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen

Dieser Satz aus dem Matthäusevangelium ist das Leitwort des Weltgebetstages 2013.
Das WGT Team aus Frankreich, einem Land, das seit Jahrhunderten das Ziel von Einwanderern ist, gestaltet dieses Jahr den Tag und die Gottesdienstordnung.
Bereits 1929 wurde in methodistischen und lutherischen Gemeinden im Elsass der WGT gefeiert. Ab den 60er Jahren breitete sich die Bewegung weiter aus. Der Weltgebetstag belebt in Frankreich die Ökumene, denn dort sind Staat und Religionsgemeinschaften streng getrennt.
Durch Arbeit, Urlaub, Schüleraustausch oder Städtepartnerschaften ist vielen von uns Frankreich bekannt. Weniger bekannt sind die französischen Überseedepartements wie Guadeloupe, Franz. Guyana, Martinique, Réunion, Mayotte, Neukaledonien, Franz. Polynesien, Wallis, St. Pierre, Miquelon und Futuna.
11% der französischen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Dazu brachte eine Welle von Einwanderern aus den afrikanischen Kolonien weiteren Konfliktstoff ins Land.
Die Forderungen der französischen Revolution (1789) „Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit“ haben Politik und Geistesleben in ganz Europa geprägt. Und doch hat ein Land, in dem über 60% Katholiken und 7% aus anderen Glaubensrichtungen leben sowie ca. 30% der Bevölkerung nicht religiös ist, große Probleme mit der Integration der „Fremden“.
Hier unterstützen die WGT Projekte die Arbeit der Gruppen, die versuchen, besonders Frauen und jungen Mädchen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände zu ermöglichen.
Lernen wir unser Nachbarland Frankreich durch den Weltgebetstag besser kennen und verstehen. Die WGT Frauen der Söderblom-Gemeinde und das gesamte WGT Team laden herzlich dazu ein.
Am Freitag, den 1. März 2013
Um 15.00 Uhr beginnen wir im Gemeindezentrum der Söderblom-Gemeinde mit einem Kaffetrinken und den Informationen über das Gastgeberland Frankreich.
Um 17.00 Uhr feiern wir gemeinsam Gottesdienst.

Auskunft und weitere Informationen: Ulla Ratjen: 0421-6361153

Ulla Ratjen

Moderatoren Schulung

Unter dem Motto „Gottesdienst und Moderation“ fand am Samstag, den 6.10.2012, in unseren Gemeinderäumen ein Workshop statt. Nach dem geplatzten Termin im Frühjahr konnte man sehen, wie groß das Interesse war.
Jung und alt strömten zusammen, weil ihnen Gottesdienstgestaltung einfach wichtig ist.
Es war ein wirklich bunter Haufen von Leuten, die sich vorstellen konnten, auch aktiv am Gottesdienst mitzuwirken. Alte Liturgen-Hasen waren dabei und scheue Frischlinge.
Für diesen großen Kreis von 13 Interessierten hatte unsere Gemeindeleitung Birte McCloy als Referentin geladen.

Und was dann kam, war einfach gut.
Wir wurden in kleineren Teams aufgefordert, uns gegenseitig vorzustellen und zu berichten, wer der andere ist, was er in einem Gottesdienst total wichtig findet und was für ihn so unwichtig ist wie ein umkippender Sack Reis in China.

Dann folgte ein weiterer spannender Teil, auch wieder in Gruppen: Welche Bestandteile sollte ein Gottesdienst haben? Ihr wisst schon: Gebet, Schriftlesung, Türdienst, Geburtstage, Predigt, Lieder, Technik, Beamer, Mikrofone, Gäste, Kollekte, Abendmahl, Vaterunser, Begrüßung, Segen, Bekanntmachungen, Kaffee, Anbetung, Kranke – Zwischendurch wies uns Birte immer darauf hin, die Elemente so anzuordnen, dass ein Spannungsbogen ohne Unterbrechungen oder Schwankungen dabei herauskommen sollte.

Und dann knurrten unsere Mägen. Für uns war Mira Kluge als kleiner Engel aktiv, der für Kaffee, Kuchen, Kekse und Mittagessen sorgte. Es gab Chili con Carne … einfach lecker.

Danach hieß es Bühne frei für „Moderation live“.
Alle Teilnehmer wurden aufgefordert, in unserem Gottesdienstraum eine Moderation darzubieten. Und weil Birte McCloy so einfühlsam mit uns war, schwanden auch die letzten Hemmungen, dabei mitzumachen. Mit liebevollen Tipps hat sie jede Darbietung aufbereitet und so jeden einzelnen ermutigt. Sie hat uns deutlich klar gemacht, dass Moderation im Gottesdienst aktives und führendes Dabeisein ist. Es heißt, Verantwortung für die Menschen zu tragen, die am Sonntag Gott suchen oder erleben wollen. Stellvertretend die Gemeinde vor Gott durch einen Gottesdienst zu führen.
Wir haben eine Menge mitnehmen dürfen.
Es war ein toller, Mut machender und ansprechender Workshop.

Hartmut Kluge

50. Frauenfrühstück der Auferstehungskirche

Das 50. Frauenfrühstück in 20 Jahren gibt Anlass zu einem Rückblick. Zehn Jahre habe ich als Gast daran teilnehmen dürfen. Jedes Mal kam ich erfüllt zurück mit Anregungen durch die Referentin, aber auch durch die Gespräche über das jeweilige Thema am Tisch. Immer habe ich dabei das Fundament einer christlichen Gemeinde dankbar gespürt. Untrennbar verbunden mit den jetzt zweimal im Jahr stattfindenden Frühstückstreffen ist für uns alle Christa Hoefs mit ihrem Team. Sie hat die Themen und die Referenten ausgesucht und uns immer einfühlsam begleitet. Vor den geistigen Genüssen gehörten zu Beginn immer die liebevoll gestalteten Buffets, die den Körper stärkten und die Seele aufnah­mebereit machten. Frauen genießen es besonders, sich an einen gedeckten Tisch setzen zu können. Danke den vielen fleißigen Händen, die in zwei Jahrzehnten im Hintergrund gewirkt haben, wozu auch immer der schöne Tischschmuck gehörte. Auch musikalische Darbietungen erfreuten uns regelmäßig – dieses Mal spielte Christiane Marwecki am Klavier.

Die Leitung dieses Frühstücks übernahm in Vertretung Ulla Ratjen. Sie wies zunächst auf das kuriose Datum dieses Jubiläums hin: 10.11.12. Dann blickte sie humorvoll auf die reichen 20 Jahre zurück, in denen die Zahl der Teilnehmerinnen durchaus schwankte. Am 10. November reichte der Platz für etwa 100 Personen kaum aus. Zum Schluss dankte Ulla Ratjen Christa Hoefs mit herzlichen Worten und einem Blumenstrauß für ihr langjähriges Engagement.

Unser Thema in diesem Herbst war: „Das verzeih ich dir nie!“ Es ging um den Umgang mit
Verletzungen, die wir anderen – oft unbeabsichtigt – zufügen oder die uns zugefügt werden. Schuld und Vergebung sollten wir als Christen sehen und versuchen, eine Lösung zu finden. Unsere Referentin Anke Pagel verstand es, unsere Verantwortung für Schuld und Vergebung zu wecken und uns Lösungsvorschläge aufzuzeigen. Ich kann hier nur Weniges aus ihrem lebendigen Vortrag herausgreifen. Es ist mir wieder sehr klar geworden, dass wir uns selbst am meisten schaden, wenn wir nicht vergeben wollen oder können und dadurch womöglich Bitterkeit und Groll weiter in uns wachsen lassen. Auch der Hinweis auf den wunden Punkt, den wir durch Verletzungen aus der Kindheit in uns haben und der uns für bestimmte Dinge verletzbarer macht als andere, fand ich für mich ebenso hilfreich wie das Bild des Pfeils in der Wunde. Wir sollen ihn nicht dazu benutzen, um in der Wunde weiter zu rühren, sondern ihn herausziehen und die Wunde versorgen, damit sie sich schließen kann. Vergebung steht im Zentrum des christlichen Glaubens. Sie kostet oft Kraft, die über unserem menschlichen Vermögen liegt. Deswegen geht Vergebung nicht ohne Gott, und wir dürfen ihn im Gebet darum bitten.

Die Themen und damit auch die Anregungen zum Nachdenken waren jedes Mal anders. Gleich war aber immer, dass am Ende, wenn wir alle von unseren Tischen aufbrachen und es ans Aufräumen ging, Manfred Hoefs ganz selbstverständlich in der Tür stand, um zu helfen. Dass er jetzt nicht mehr dabei sein konnte, habe ich schmerzlich empfunden und dabei auch die Lücke gespürt, die er in dieser ihm so vertrauten Gemeinde hinterlassen hat.

Christiane Groscurth