Passionszeit – Zeit der Einkehr

Auch in diesem Jahr mache ich die Oster Exerzitien wieder mit. Der heutige Text hat mich sehr berührt, und ich möchte ihn weitergeben.
Wenn du möchtest, mache daraus selbst eine Zeit der Einkehr, der Stille vor Gott. Dafür nehme ich mir bewusst Zeit; suche meinen Lieblingsplatz auf, zünde eine Kerze an – „ich bin vor Gott da, bin eingehüllt in das warme Licht seiner Nähe“ – und komme zur Ruhe. Das braucht Zeit, denn zuerst rasen viele unterschiedliche Gedanken durch meinen Kopf – ich lasse sie zu. Dann werde ich still und spreche ein Gebet:
Herr, öffne meine Augen, damit ich in allem, was mir begegnet verborgen dich entdecke. Herr, öffne meine Ohren, damit ich unter den verschiedenen Stimmen deine leise Stimme heraushöre. Herr, öffne mein ganzes Gesicht, damit ich dir zugewandt lebe und allem offen begegne, Herr, öffne mein Herz, damit es weit werde für Menschen und du in mir wohnen kannst. Amen (nach A. Rotzetter)

Dann nehme ich den Text des Tages und lese ihn hörbar und bewusst langsam:
Ein römischer Hauptmann kam zu Jesus und bat ihn: „Herr, heile meinen Diener! Er liegt gelähmt im Bett und leidet entsetzlich.“ Jesus fragte ihn: „Ich soll zu ihm kommen und ihn gesund machen?“ Der Offizier erwiderte: „Herr, ich weiß, dass ich dir, einem Juden, nicht zumuten kann, mein Haus zu betreten. Aber sag nur ein einziges Wort und mein Diener ist gesund.“ (nach Mt 8,5-8)

Angesichts der Sorge oder Not eines Menschen kennt Jesus weder gesellschaftliche Grenzen noch Berührungsangst.
Ich halte Jesus vertrauensvoll meine tiefste Sehnsucht hin.
Auf der Rückseite meiner Exerzitien-Karte finde ich einen Text von Henri Nouwen aus „Jesus: Eine Botschaft, die Liebe ist – mit Illustrationen von Rembrandt“ Freiburg 2008, S. 77 und 68

Nur wenn wir die Erfahrungen unseres eigenen Lebens an uns heranlassen und gelernt haben, auf unser inneres Verlangen nach Befreiung und neuem Leben zu hören, dann geht uns auf, dass Jesus nicht bloß geredet hat, sondern auf unsere persönlichsten Bedürfnisse eingegangen ist.
Das Evangelium enthält nicht nur erinnerungswürdige Gedanken; es ist eine Botschaft, die das Menschsein des Einzelnen direkt anspricht. Die hebräische Bibel ist eine einzige Geschichte von menschlichen Tragödien, aber wenn man diese Tragödien als den Kontext durchlebt und in Erinnerung bringt, in dem sich Gottes bedingungslose Liebe zum Volk Israel offenbart, wird diese Geschichte zur Heilsgeschichte.

Nach einer Zeit des Nachdenkens und des Gebets lösche ich die Kerze und beende diese Zeit.

Annegret Meyer

Israelbericht

Da ich letztes Jahr einen schönen Aufenthalt in Israel hatte, will ich euch einen kleinen Einblick in meine Reise geben:
Tag 2
Nach erholsamem Schlaf geht es (endlich) los durch das Heilige Land. Beim Besichtigen der Höhlen von Maresha und der vielen kleinen Höhlen drum herum freue ich mich sehr über das geschichtliche Wissen von Eli (unserem Fremdenführer). Mir wird aber auch klar, dass ich nicht in so einem Klima wohnen will. Der Gottesdienst in der „Synagoge“ (wenn man die Sporthalle so nennen kann) ist sehr bewegend und interessant. Auch fand ich den Tanz sehr beeindruckend, als der Rabbi auf mich zukam und mit mir und den anderen der Gemeinde im Kreis tanzte.
Tag 3
Die Vater-Unser-Kirche fand ich schon sehr stark. Da ich schon immer eine besondere Verbindung zum Vaterunser hatte, fand ich es sehr bewegend, dort zu stehen, wo es gelehrt wurde. Auch dass man überall Menschen sah, die es in ihrer Sprache beteten. In meinen Augen der beste Platz zum Beten des Vaterunsers. Dankbar war ich, dass Pastor Nitschke vorschlug, es dort zu beten. Bei der Kirche der Nationen bin ich sehr überrascht, wie leise (und kühl, zum Glück) es innen ist.
In der Grabes-Kirche verstehe ich, warum Jesus damals im Tempel wegen der Händler wütend wurde. Sowie vor der Kirche als auch auf der Via Dolorosa sind viele Händler, die einem Verschiedenes anbieten.
Tag 5
Wir kommen zu einem der Punkte, auf die ich sehr gespannt war: Yad Vashem. Nicht nur wegen meines geschichtlichen Interesses, nein etwas zog mich dahin. Wahrscheinlich der Wunsch nach Vergebung oder um zu sagen, dass wir, die neue Generation von Menschen und Deutschen, anders sind. Aber auch mein historisches Interesse sollte dort gestillt werden. Als ich das Schild las: „Kinder unter 10 Jahren ist der Eintritt verboten“ machte ich mir schon ein paar Gedanken. Im 1. Teil des Museums der berühmten „Allee der Gerechten“ bin ich schon überrascht, wie viele Namen und welche ich finde. Auch das Museum, das zur Gedenkstätte gehört, war sehr bewegend. Ich war damals noch nicht geboren, aber ich versuchte das Geschehene zu verstehen. Ich fand es gut, dass Eli überwiegend aus seiner jüdischen Sicht erzählt und erklärt hat, so erhält alles ein anderes Licht. Alle Bereiche der Gedenkstätte waren überwältigend. Ich fand es stark und gut, dass der Hass auf die Deutschen abgeklungen ist bzw. dass man nicht mehr so abgelehnt wird wie früher.
Tag 9
Es geht zu den Golanhöhen. Es ist ein interessant, keine 200 Meter von Syrien weg zu sein und doch nicht hinüber zu kommen. Es ist oben und unten in der Stellung sehr lehrreich. Dort unter der Erde ist eine riesige Halle, groß genug um sie als Speisesaal o.ä. zu verwenden. Ananias findet eine alte israelische Patronenhülse, die er an mich weiter gibt – wofür ich sehr dankbar bin.
An dieser Stelle möchte ich mich auch noch einmal herzlich bei allen bedanken, die mich „gesponsert“ haben oder mir Arbeit gaben. Ich habe schon das nächste Ziel vor Augen, daher stehe ich für Arbeiten aller Art immer noch gerne zu Verfügung!
Shalom!
Euer Nathanael Neue

Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Matthäus 26,41

Es ist der letzte Abend, kurz vor dem Abschied. Sie haben zusammen gegessen, geredet und gefeiert. Und nun stehen die letzten gemeinsamen Stunden bevor. Bewusstes Abschied nehmen, bewusster Schritt zum Ziel. Er braucht jetzt Zeit für die Stille, Zeit für das Gebet, Zeit mit seinem Vater. Drei seiner engsten Freunde sollen mitkommen und mit ihm zusammen wachen und beten. Er weiß, dass die vor ihm liegende Zeit die schwerste Zeit seines Lebens sein wird. Da tut es gut, Leute um sich zu haben, die diese Zeit mittragen. „Bleibt hier und wacht mit mir, meine Seele ist betrübt bis in den Tod“ so spricht er mit ihnen. Eine kleine Bitte. Ein Wunsch. Seelsorge. Ein paar Schritte noch, dann der Zusammenbruch. „Vater, du kannst machen, dass ich das alles nicht ertragen muss. Aber ich will deinen Willen tun, nicht meinen.“ Die Freunde, die Seelsorger, schlafen. Es ist Nacht, sie hatten gefeiert. So ein Fest, das Fest der ungesäuerten Brote, ist ein fröhliches Fest. Es gibt wohl kaum einen besseren Grund, ausgelassen zu feiern, als die Erinnerung an Gottes große Taten. Dann änderte sich die Stimmung. Auch während des Festes waren schon immer wieder ernste Töne erklungen. Ankündigungen, Aufträge, eine Art Testament. Und schließlich der Aufbruch zum Garten Gethsemane. Und die Bitte an die Freunde zu wachen und zu warten. Wachen macht müde, beten und für andere sorgen auch. Menschen machen müde. Es ist kein Wunder, dass sie einschlafen. Trotz allen Verständnisses für die menschlichen Bedürfnisse ist da auch Enttäuschung. „Könnt ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?“ Und der Hinweis: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!“ Doch er kann auch nachvollziehen, was geschehen ist: „Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.“ Das kann auch bedeuten: Ich verstehe, wie es euch geht. Das, was ich tun will, das tue ich nicht und das, was ich nicht tun will, das tue ich. Dennoch, sorgt dafür, dass ihr nicht schwach werdet. Ermutigt euch im Zweifel gegenseitig. Helft einander, im Gebet zu bleiben. Denn Beten ist die direkte Verbindung mit dem Vater. In Verbindung mit dem Vater aber ist die Versuchung deutlich geringer. Es sind die letzten Stunden, die Jesus mit seinen Freunden, mit seinen Jüngern verbringt. Sie sollen füreinander und für ihn da sein. Wachen und beten. Bleibt in der schweren Stunde bei mir, bittet er, helft mir, indem ihr da seid. Es müssen unvorstellbar schmerzhafte Stunden gewesen sein, die Jesus erlebte. Ich kann mir nicht im Entferntesten eine Vorstellung davon machen. Zu wissen oder zumindest zu ahnen, dass eine entsetzliche Zeit des Schmerzes, der Pein, des Leidens bevorsteht und nicht zu fliehen. Mein Instinkt würde mir sagen: Weg hier! Bloß raus aus der Geschichte, vielleicht kann ich ja noch mein Leben retten. Doch es gibt mehr als den Instinkt. Da ist die Beziehung zu Jesus, der bittet: Bleibt wach und betet, damit Anfechtung keinen Schaden anrichten kann. Immer wenn ich von Christen lese oder höre, die durch tiefe Täler gegangen sind, deren Leben extreme Einschnitte bereit hielt, die unvorstellbares Leid erlebten, lese oder höre ich zugleich von ihrer Verbindung mit Gott. Dass es das Gebet war, das sie nicht verzweifeln und aufgeben ließ. Dass das Gebet lebenswichtig wurde. Dass das Gebet, die Rede mit Gott, der Anker und die Zuflucht waren. Warum bittet Jesus seine Freunde, bei ihm zu bleiben? Braucht er sie wirklich nur für sich, für seine Seelenstärkung, als Unterstützung in den schwersten Stunden seines Lebens? Oder kann es auch sein, dass es für die Jünger wichtig war, bei ihrem Meister zu bleiben, ihn als ohnmächtig und zu Tode betrübt zu erleben? Als einer, dem keine menschliche Regung fremd ist? Ich bin froh, dass uns diese Geschichte überliefert ist. Zeigt sie mir doch, dass auch die Urväter des Christentums Menschen aus Fleisch und Blut waren, mit Bedürfnissen, Stärken und Schwächen. Und sie zeigt mir, dass sie immer wieder aus ihren natürlichen Reaktionen auf äußere Einflüsse aufgeschreckt werden. Dass Jesus selbst sich um ihr Wohlergehen sorgt, wenn er bittet, wacht und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallt. Man kann es auch positiv formulieren: damit ihr stark werdet und euch Anfechtung nicht umhaut. Ich erlebe es, dass Jesus mich ermutigt, im Gebet zu bleiben, damit ich stark werde. Ich erlebe es, dass Jesus mich aus meinen natürlichen Reaktionen aufschreckt und mir den Auftrag gibt, anders zu reagieren. Ich erlebe es, dass Jesus mich mitnimmt, mich ernst nimmt und mich bittet zu bleiben. „Welch ein Freund ist unser Jesus, o wie hoch ist er erhöht?“ lautet die erste Zeile eines sehr alten Lobpreisliedes. Das erlebe ich: Jesus der Freund, der mich ermutigt, ermahnt, mir hilft, dran zu bleiben, mich aus dem täglichen Einerlei aufschreckt , damit ich tue, wozu ich beauftragt bin. Ich wünsche mir, dass wir gerade jetzt in der Passionszeit, diese Erfahrung immer wieder machen und sie als beglückend erleben. Anja Bär

Einkehrtag

Wie auch schon beim letzten Einkehrtag stand die Frage für mich im Raum: Kann ich es mir zeitlich leisten, einen Tag einfach herunter zu fahren, Arbeit liegen zu lassen, mir Zeit zu nehmen für Gott und mich, einfach zur Ruhe zu kommen?
Ich entschied mich, den Einkehrtag mitzumachen, da mir die positiven Erfahrungen des Einkehrtages im November letzten Jahres doch noch sehr präsent waren.
Die kleine Anzahl der Anmeldungen ermöglichte eine andere Intensität. Wie beim letzten Mal gab es mehr Rückzugsorte als Teilnehmer, so dass jeder nach den eigenen Bedürfnissen Ruhepunkte wählen konnte.
Nach einer Zeit von Ruhe und Gebet wählte ich mir aus dem ausgelegten Bücherangebot ein Buch über das Bild Rembrandts „die zwei Brüder“. Es zeigt den“verlorenen Sohn“ in den Armen seines Vaters.
Vor Jahren hielt Günther Meyer über dieses Bild eine Predigt. Bei der Betrachtung im Buch ging es auch um die anderen Personen auf dem Bild: Wann bin ich ein Zuschauer? Bin ich wie der Bruder? Was empfinden die einzelnen Personen? Es war spannend für mich zu sehen, dass immer andere Facetten von mir selbst in den Personen des Bildes vorhanden waren.
Bei einer Passionsmeditation über die sieben letzten Worte Jesu am Kreuz ging es darum, Gottes Liebe tief in sich, in alle Zellen des Körpers, einzuatmen. Dazu ging ich nach draußen. Die Luft roch nach Frühling, nach Sonne und nach Aufbruch, und so machte ich einen Rundgang an der Lesum, genießend und im Zwiegespräch mit Gott.
Es war eine gute Entscheidung gewesen, diesen Tag als „zur Ruhe kommen Tag“, als Einkehrtag mitzumachen.
Ruth Lange

Du weißt schon…

Unter diesem Motto stand der Gottesdienst & mehr am 13. Februar. Und ich wusste nicht… doch schon schnell wurde deutlich, was das Thema des Tages war:
Ruth Lange und Uta Hildebrandt beleuchteten die Frage: „Was ist Liebe?“ von unterschiedlichen Seiten. Hochrangige Denker kamen zu Wort, erfahrene Frauen, weit gereiste Lehrer, Kinder und auch die anwesenden Gottesdienstbesucher wurden mit einbezogen. Jede Antwort für sich ist wunderbar und richtig, denn Liebe ist immer einzigartig und verschwenderisch. Uta Hildebrandt machte uns in ihrer Predigt deutlich, dass wenn wir Liebe als Verschwendung empfinden, unser eigener Maßstab zu klein ist. Diese These wurde auch unterstützt durch das Theaterstück, das den Rahmen für diesen Morgen spannte. Anschaulich wurde anhand eines Gastgebers, der sich anfänglich eher merkwürdig verhielt, klargemacht, dass wir manchmal Überschwänglichkeit, ausuferndes Genießen und Großzügigkeit einfach nur annehmen müssen, um den Reichtum der Liebe zu erfassen.
Die Aussage eines Kindes ist mir hängen geblieben: „Man sollte ‚Ich liebe dich‘ nur sagen, wenn man es wirklich meint. Aber dann sollte man es oft tun, denn Menschen sind vergesslich!“ Wie herrlich wahr!
Abgerundet wurde der Gottesdienst durch ein liebevoll vorbereitetes Mittagessen – Bockwurst mit Senf und süße Waffeln – also für jede und jeden was dabei, was mir meine schwangere Schwägerin grinsend bestätigte.

Anja Dohmeyer

An alle Gartenbesitzer

Hat nicht mancher von euch Sträucher, Büsche, zu viele Hortensien, schöne Stauden, Blumen oder ähnliches in seinem Garten, die immer größer werden und geteilt oder verkleinert werden sollten? Oder habt ihr für einige Pflanzen immer noch nicht den rechten Platz gefunden?

Nun könnt ihr zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Schreibt die Pflanzen, möglichst mit Namen, Größe und Blütenfarbe für uns auf. Dann wird geplant, wo wir sie im Gemeindegarten pflanzen könnten. Euer Garten zu Hause erhält mehr Platz und Luft, euer Garten an der Gemeinde wird bunter und blühender.

Solltet ihr euch erst im Herbst von Pflanzen trennen wollen, teilt es uns trotzdem schon jetzt mit. Wir können sie dann in die Planungen mit einbeziehen.
Anja Dohmeyer ist Gärtnerin und kann sicher mit gutem Rat zur Seite stehen.
Wer Spaß am Gärtnern hat, melde sich gern.

Ich freu mich schon auf Ideen und Angebote.

Ruth Lange

ServeTheCity-Bremen

ServeTheCity-Bremen ist eine Initiative für Menschen, die eine ehrenamtliche Aufgabe suchen, aber keine Idee haben, was zu ihnen passen könnte, was ihnen liegt oder wo ihr Herz schlägt.

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann könnte „ServeTheCity-Bremen“ genau das Richtige für dich sein.

Die Idee hinter ServeTheCity-Bremen ist ganz einfach…

viele Menschen in unserer Stadt wollen gerne etwas Gutes tun und anderen helfen, sie wissen aber nicht, wo sie anfangen könnten. Deswegen bleibt es häufig nur bei dem Wunsch. „ServeTheCity-Bremen“ möchte Gelegenheiten schaffen, damit dieser Wunsch konkret werden kann.

und das läuft so:

zuerst wird ein Unterstützungsnetzwerk aufgebaut, dann werden Projektleiter und Mitarbeiter für Einsatzteams gewonnen, mit unterstützungswürdigen Initiativen kooperiert, eigene Ideen realisiert.

Was hast du davon, wenn du mitmachst?

Nix ;-), denn es geht nicht um dich

aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn: Fast nebenbei weitet sich dein Blick für die Stadt, du lernst neue Leute kennen und erlebst, dass Helfen Herzen bewegt, und das ist sehr wertvoll für dich und für andere.

Weltgebetstag 2011 – Wie viele Brote habt ihr?

Frauen aller Konfessionen laden ein zum Weltgebetstag 2011 aus Chile

Chile liegt im Südwesten Südamerikas, ein schmaler Streifen Land, der sich über 4300 km entlang der Pazifikküste erstreckt. Das ist ungefähr die Strecke von Kopenhagen bis in die Sahara. Das Land ist zwischen 80 und 400 km breit, hat viele Klima- und Vegetationszonen und ist reich an Bodenschätzen. Wälder und Wüsten und arktisches Eis gibt es in diesem Land mit seinen knapp 17 Mio. Einwohnern.

20 Jahre lang hat dieses Land unter der unbarmherzigen Diktatur Pinochets gelitten. Menschen wurden verfolgt, gefoltert, wurden umgebracht oder verschwanden einfach in den Gefängnissen der Junta. Nie wurden die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen.

Im Februar 2010 erlebten die Menschen in Chile eine Naturkatastrophe. Ein starkes Erdbeben, verbunden mit einer Flutwelle forderte zahlreiche Tote und Verletzte. Über 2 Millionen Menschen wurden obdachlos. Trotz massiver Hilfen traten gerade jetzt die Spannungen in der Gesellschaft Chiles zutage. Reichtum und bittere Armut stehen einander gegenüber, die indigene Bevölkerung, alleinerziehende Frauen und Migrantinnen kämpfen um das tägliche Überleben.

Jetzt hat die Gottesdienstordnung der Frauen aus Chile „Wie viele Brote habt ihr?“ eine ganz neue Bedeutung bekommen, denn Brot ist das Hauptnahrungsmittel der armen Bevölkerung in Chile.

Zu diesem ökumenisch vorbereiteten Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, 4. März 2011, sind wir in der Gemeinde Friedehorst zu Gast. Um 15.00 Uhr beginnen wir mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken und den Informationen, Liedern, Bildern und Geschichten über Chile und seine Menschen. Der Gottesdienst beginnt um 17.00 Uhr.

Wir bereiten den Gottesdienst mit den Frauen der Gemeinden Friedehorst, Söderblomkirche in Marßel und St. Martini in Lesum vor. Alle sind zur Vorbereitung herzlich und zum Weltgebetstag herzlich eingeladen. Nähere Informationen unter Tel: 0421-6361153 bei Ulla Ratjen.

Das fängt ja gut an

Gleich den vierten Sonntag des neuen Jahres nutzten wir für eine Gemeindestunde nach dem Gottesdienst und für ein gemeinsames Mittagessen.

Kurz nach 11 Uhr gab es eine gute Tasse Kaffee oder Tee und wenig später begann die Gemeindestunde. Es ging u.a. um unser neues Jahresthema LEBEN GLAUBEN LEBEN, um besondere Angebote wie Einkehrtage, Passahfeier in der Karwoche am Gründonnerstag und um die Idee, ab und zu an Samstagnachmittagen über verschiedene Themen zu sprechen wie Taufe, Abendmahl, Geschichte des Baptismus, wie entsteht ein Kirchenamt, Diakonie u.v.m. Wir wurden informiert über Projekte wie ServeTheCity-Bremen und Initiative Hoffnung.

Dann standen Terminplanungen auf dem Programm – siehe unten.

Zum Glück haben sich Viele aus der Gemeinde zur Mitarbeit bereit erklärt und einige haben Verantwortung für ein bestimmtes Projekt übernommen.

Danach hatte wir eine Stärkung verdient und alle freuten sich über das großartige und vielseitige Buffet, für das jeder etwas Leckeres mitgebracht hatte. So musste niemand für alle kochen und die Arbeit verteilte sich auf viele Schultern.

Terminplanung

Sonntag, 20. März, 15.30 Uhr

Gemeindestunde

Samstag, 9. April, 16.00 Uhr

Was ist eigentlich das letzte Abendmahl und Pessach? Ist das der Ursprung unseres Abendmahls und wenn ja, warum gibt es dann kein Lamm?

Sonntag, 24. April, 9.30 Uhr

Osterfrühstück

Samstag, 2. Juli

Flohmarkt

Sonntag, 3. Juli, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit anschließendem Sommerfest

Sonntag, 28. August, 11.00 Uhr

Gemeindeausflug zum Harriersand

Samstag, 29. November, 16.00 Uhr

Adventsfeier

Du spinnst doch

Bericht vom ersten Abend und Einladung zum nächsten Abend

Wir haben uns am 7. Januar das erste Mal getroffen. 25 Leute waren dabei, als wir erste Gehversuche wagten, um uns auf das Abenteuer Gemeinde – Gemeindeentwicklung einzulassen.

Es ist herausfordernd, miteinander ergebnisoffen zu spinnen, reden, visionieren. Ergebnisoffen meint hier: Wir wollten bewusst noch keine Aktionen festklopfen, sondern erst einmal ins Gespräch kommen. Standortbestimmung betreiben, Ideen austauschen und festhalten. Das haben wir erreicht und sind zu der Frage gekommen, ob wir leidenschaftlich sind. Am Ende blieb die Frage stehen, welche Leidenschaft oder Begeisterung gemeint ist: für die Gemeinde, für die Gottesdienste, für das Leben mit Jesus?

Wir werden weiterarbeiten. Der nächste Termin steht schon fest. Am 11. Februar treffen wir uns wieder – um weiter zu denken, zu spinnen, miteinander über die Zukunft unserer Gemeinde zu reden und und und…

Du bist Gemeinde – stand auf der Einladung zum ersten Abend. Das ist eine Tatsache. Wir können uns nur weiterentwickeln, wenn wir zusammen vorangehen und zusammen an unserem Auftrag arbeiten und ihn mit Leben füllen. Jeder, wirklich jeder Nachfolger von Jesus hat den Auftrag, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden und da gibt es keine Grenzen. Deine Grenze, deine Schwäche kann deine Stärke sein. Also kommt bitte zahlreich zum nächsten Spintisierabend.

Wem der Name nicht gefällt, kann Vorschläge machen, wie wir „das Kind“ noch nennen könnten.