Abendgottesdienst in der Auferstehungskirche

Am Sonntagmorgen auch mal ausschlafen, um dann mit der Familie frühstücken zu können? Freunde, die am Sonntag nicht in die Kirche möchten oder können, mit in den Gottesdienst nehmen? Einmal in eine andere Gemeinde reinschnuppern?
Und alles, ohne den eigenen Gottesdienst zu verpassen?
Mit einem Gottesdienst am Samstagabend ist das möglich.

Am 15. November war es soweit. Um 17 Uhr trafen wir uns, um gemeinsam zu loben, zu feiern und von Gott und von der Welt zu hören.
Am Abend tritt doch eine ganz andere Atmosphäre auf. Es war heimeliger, die Stühle waren zu einem Rund zusammengestellt, die Kerzen leuchteten heller als am Tage.
Duftende Bratäpfel waren vorbereitet, um sie mit Vanilleeis und leckerem Früchtetee zu genießen. Leider machte uns dabei eine Wasserpanne einen Strich durch die Rechnung, so dass dieser Punkt gestrichen werden musste.
Das Thema des Gottesdienstes „Tag zur Bekämpfung des Menschenhandel“ machte es Anja Bär in ihrer Predigt nicht leicht, die Waage zwischen aufrüttelnden Worten und der Liebe Gottes zu uns zu finden, aber die Aussage aus Jesaja 58,6
„Löst die Fesseln der Gefangenen, nehmt das drückende Joch von ihrem Hals, gebt den Misshandelten die Freiheit und macht jeder Unterdrückung ein Ende!“ verband beides.
Mir hat der Gottesdienst gut gefallen. Fragen, ob der Gottesdienst am Abend meditativer oder musikalischer oder überhaupt anders sein sollte, stehen noch aus. Es gibt noch nicht genügend Rückmeldungen. Ich freu mich auf jeden Fall schon auf das nächste Mal.
Ruth Lange

Programmvorschau: Seminartag und Gottesdienst mit Pastor Edwin Brandt im Februar 2012

So beliebt wie Altbundeskanzler Helmut Schmidt für die Bundesrepublik Deutschland ist als Analytiker, Referent und Redner, so beliebt ist der ehemalige Seminardirektor in Hamburg und Elstal, Edwin Brandt, für uns deutsche Baptisten. Es gibt allerdings drei wesentliche Unterschiede: Edwin Brandt ist über 20 Jahre jünger als unser Altbundeskanzler, er nimmt nicht solche Honorare und er raucht nicht.

Dass es unserer Gemeinde gelungen ist, Edwin Brandt für ein Wochenende zu engagieren, betrachte ich als ein ganz besonderes Geschenk. Ich freue mich riesig darauf und habe mich gefragt, womit wir das verdient haben. Liegt es daran, dass sein Vater, Edwin Brandt sen., ein bevollmächtigter Pastor unsere Bundes in leitenden Funktionen, seinen Militärdienst in der Lesumer Kaserne (heute Friedehorst) beendet hat, oder dass er dann einen Gemeindedienst in der Gemeinde Oldenburg getan hat und sein Sohn Edwin einen Teil seiner Jugend in unserer Vereinigung erlebte? Ich glaube es liegt zumeist daran, dass er sich in seiner ruhigen, bescheidenen Art immer den kleinen und unterstützungswürdigen Gemeinden zur Verfügung gestellt hat, und es liegt sicher auch daran, dass er unsere Pastorin während ihres Studiums in Elstal unterrichtet und begleitet hat.

Und hier nun die Termine:

Sonnabend, 11.02.2012
Seminartag mit Pastor Edwin Brandt
Sonntag, 12.02.2012 Gottesdienst
Predigt: Pastor Edwin Brandt

Besonders hinsichtlich der Thematik wird es noch gesonderte Informationen geben. Es sollte sich aber jeder den Termin dick im Kalender vormerken; denn solch eine Gelegenheit kommt vielleicht nicht wieder.

Manfred Hoefs

Frauenfrühstück am 5. November 2011

Die Tische sind gedeckt und dekoriert mit Herbstlaub und Beerenfrüchten. 90 erwartungsvolle, gut gelaunte Frauen bevölkern den Gottesdienstraum. Es duftet nach Kaffee und frisch gebackenen Brötchen. Das Frühstücksbüfett ist liebevoll und überwältigend kreativ hergerichtet. Der Appetit wächst. Diese Atmosphäre kann man zweimal im Jahr beim Frauenfrühstück erleben. Ich war wieder live dabei.

Wir haben viel gelacht an diesem Vormittag. Die Referentin Iris Prokop führte uns in die Geheimnisse der Körpersprache ein. Das mussten wir sogleich ausprobieren. Wir lernten, dass bei der ersten Begegnung zwischen zwei Menschen zu 55 % das Aussehen und die Körpersprache dominieren, zu 38 % die Stimme und der Tonfall registriert werden und lediglich zu 7 % der Inhalt des Gesprächs aufgenommen wird. Wir merkten uns, dass ein Lächeln mehr sagt als 1000 Worte und dass es Vertrauen schafft.

Unser Körper ist niemals stumm. Wir drücken mit unserer Körperhaltung Trauer, Glück, Zufriedenheit, Abscheu, Ärger und Ablehnung aus. Offenheit und Einfühlungsvermögen sind die beste Grundlage für ein verständnisvolles Umgehen miteinander. „Der Körper ist der Handschuh der Seele, sein Ausdruck die Sprache des Herzens“.

Diese Herzenssprache kommt bei Jesus am Kreuz am meisten zum Ausdruck. Mit ausgebreiteten Armen sieht er die Menschen an. Er zeigt ihnen seine Liebe. Er lässt uns tief in sein Herz schauen.

Musikalisch wurden wir vom Akkordeon-Orchester Harmonie Frohsinn verwöhnt. Mit gängigen Musikstücken wie Memories aus dem Musical Cats, Tulpen aus Amsterdam, dem Schlager „Anneliese, ach Anneliese“ und einem Shanty-Potpourrie hatten wir viel Spaß.
Es war wieder einmal ein gelungenes Frauenfrühstück. Danke an alle, die mitgearbeitet haben, damit es zustande kam. Danke allen Gästen, die uns – nun schon zum 48. Mal – die Treue gehalten haben.

Christa Hoefs

Jugendsegnung

War das ein Fest. Die GuKis – zumindest ein großer Teil von ihnen – feierten ihre „Entlassung“ aus dem Gemeindeunterricht.

Entlassung, das klingt ein wenig wie Befreiung aus dem Gefängnis oder von Belastungen. Diese Assoziation ist jedoch sehr unangebracht, denn als Gefängnis und/oder Belastung konnte man die vorausgehenden zwei Jahre Gemeindeunterricht wahrlich nicht bezeichnen. Wir haben in der Zeit viel miteinander geredet, gesungen, gearbeitet, gespielt, in der Bibel gelesen und aneinander und miteinander gelernt. Deswegen feierten wir am 9. Oktober keinen Entlassungsgottesdienst, sondern einen Jugendsegnungsgottesdienst.

Und der konnte sich wirklich sehen lassen.

Die Jugendlichen wollten ein letztes Mal in vertrauter Runde zusammen sitzen und hatten aus diesem Grund einen Teil des Jugendraums im „Altarraum“ aufgebaut: Sofas, ein Tisch, eine Stehlampe, jede Menge Kram auf, unter und neben dem Tisch. Man kam sich vor wie an einem ganz normalen GuKi-Samstag im Jugendraum.

Die GuKis saßen auf den Sofas, schauten sich die Leute an, machten sich Notizen und schienen so im Rampenlicht eine Menge Spaß zu haben. Ein besonderer Gottesdienst kündigte sich auf diese Weise an. Und das war er auch. Die Liturgie, Lieder, Gebete, Bekanntmachungen, Geburtstagsgrüße, Musikvorträge, Bildpräsentationen und das Theaterspiel nahmen den Gottesdienstteilnehmer mit in die Welt der jungen Leute. Es war ein Feuerwerk an Kreativität, Engagement und Freude, das wir erleben konnten. Jedes Wort, das gesprochen wurde, jede Geste, jedes Lächeln und die Lässigkeit waren Laureen, Anna-Marie, Tassillo, Alina und Liane pur.

Wir sangen die Lieder, die den GuKis am meisten gefallen, hörten, welche Dinge sie in den vergangenen zwei Jahren beschäftigten, gewannen einen Einblick in das Geschehen des Gemeindeunterrichtes. Wir sahen eine Menge Fotos und konnten entdecken, wie sehr sich die Kinder in den vergangenen zwei Jahren verändert haben. Sie sind erwachsener geworden. Laureen und Liane erzählten, was sie von den anderen Weltreligionen wussten. Alina und Tassillo zeigten uns mit dem „kleinen ich bin ich“, wie besonders jeder Mensch ist. Anna-Marie moderierte einen Großteil der Übergänge und sang mit der Band und der Gemeinde.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn wurde als Theaterstück in drei Akten auf die heutige Zeit umgeschrieben. Es machte die Spannung deutlich, die erwachsen werdende Kinder und ihre Eltern erleben und aushalten müssen: Kinder, die ihren Weg finden und Eltern, die ihre Kinder gehen lassen müssen. Und über und in allem Gott, der sich von unserer manches Mal ablehnenden Haltung ihm gegenüber nicht irritieren lässt. Gottes große Liebesgeschichte mit uns Menschen hatte es den GuKis angetan.

Eine Kurzpredigt in zwei Teilen ergänzte das Theaterstück und bot eine Grundlage für die Jugendsegnung, die in gewisser Weise der Höhepunkt des Gottesdienstes war.

Laureen, Anna-Marie, Tassillo und Liane wurden gesegnet und jeder erhielt ein persönliches Bibelwort, das Zuspruch und möglicherweise auch Wegweisung sein kann.

Es war ein durch und durch gelungener Gottesdienst, der Lust auf mehr von diesen tollen jungen Leuten machte.

Zwei Überraschungen gab es dann noch: Die GuKis luden die Gemeinde im Anschluss an den Gottesdienst zu Kaffee und Kuchen ein und sie bedankten sich bei mir für die zwei tollen Jahre miteinander. Diese Überraschung ist euch wirklich gelungen, ihr Lieben. Und ich denke mit einem lachenden und einem weinenden Auge an unsere intensive und schöne Zeit zurück.

Ich wünsche Euch, dass Ihr Euren Platz im Leben, in der Gemeinde und bei Gott findet und dass Ihr spürt, wie sehr Ihr geliebt seid.

Anja Bär

Glaube am Montag – Salz der Erde

Christ sein, Christsein leben, Glauben leben, auch in der Woche, im Alltag; glauben, dass Gott in jedem, wirklich jedem Moment bei mir ist – was für eine Idee.

Wobei die Idee gar nicht so extravagant ist. Christ ist man ja nicht nur für bestimmte Tage. Christ ist man immer. Und doch scheint es im Alltag zunehmend schwierig, Glauben zu leben, als Christ erkennbar zu sein. Im Beruf, in der Schule, in der Uni, im Verein, wo auch immer wir unterwegs sind und auf Menschen treffen, wir glauben an Jesus Christus, der uns die Liebe Gottes bezeugt. Glaube ist keine Privatsache, die hinter verschlossenen Türen stattfindet. Glaube ist relevant – gerade auch im Alltag.

Doch offensichtlich findet gelebter Glaube zunehmend hinter verschlossenen Türen statt, im kleinen, intimen Kreis, einem Kreis Eingeweihter, Eingeschworener. Und das, obwohl wir in einem Land leben, für das Religionsfreiheit ein hohes Gut ist. Wir können uns ohne Probleme treffen, müssen keine Repressalien befürchten, wenn wir unseren Glauben bekennen. Auch unser berufliches Fortkommen ist unabhängig von unserem Glauben. Warum also scheint es so schwer zu sein, sein Christsein zu leben – auch über den Sonntag hinaus?

Das soziale Engagement, das früher christliche Kirchen ausmachte, wird zunehmend auch von anderen Gruppen in unserem Land übernommen. Es ist schon lange nicht mehr ausschließlich christliche Aufgabe, für die Menschen am Rand der Gesellschaft und des Lebens da zu sein. Im Gegenteil, wer sich heute als Christ sozial engagiert, kann auch schon mal in den Verdacht geraten, seinen Einsatz als missionarisches Einfallstor zu missbrauchen. Und oft genug ist das in der Vergangenheit ja auch so gewesen.

Was ist nun der Kern der christlichen Botschaft in einem Land, in dem Religionsfreiheit herrscht, in dem Toleranz ein hohes Gut ist und die Menschen im Großen und Ganzen mit dem Nötigsten versorgt sind? In einer Gesellschaft, die von Streben nach dem Mehr, Höher, Besser, Weiter über die Maßen bestimmt ist, und in der der Mensch als Geschöpf mit Begrenzungen immer weniger wahrgenommen wird, gilt es, die unbedingte Annahme des Menschen durch Gott zu verkündigen und zu leben, mit anderem Maß zu messen, neue Akzente im Miteinander zu finden.

Die Jahreslosung für 2011 machte dieses „Salz sein“ auf eine schöne Weise deutlich: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“. Seit beinahe einem Jahr hängt an unserer Eingangstür zur Gemeinde das zur Jahreslosung gestaltete Plakat vom Blumenwerfer, einem Motiv von Banksy.

Es ist ein wunderbares Motiv für die anderen Akzente und Werte, die wir setzen und vermitteln können – aufgrund unseres Glaubens an den liebenden Gott, der uns annimmt, wie wir sind. Diese Botschaft ist revolutionär, gerade in unserer Zeit und in unserer Welt. Es lohnt sich, sie zu glauben, zu leben und weiterzuerzählen.

In der Bergpredigt sagt Christus: Ihr seid das Salz der Erde. Das ist keine „Es-könnte-dereinst-sein“-Ansage. Nein, es ist klar und deutlich: Ihr seid das Salz der Erde!  Egal was du tust, egal, wie du reagierst, wie du dich entscheidest: Du bist das Salz. Die Frage lautet nicht, ob du Salz sein willst. Die Frage ist, wo, an welcher Stelle du es bist und sein willst?

Ob im Beruf, in Schule oder Uni, ob im Verein oder im Elternbeirat: Immer sind wir Salz der Erde. Immer sind wir Christusgläubige. Der Wirtschaftspädagoge Walter Dürr sagt: „Viel zu lange haben sich die Gläubigen aus der Welt zurückgezogen und Politik, Wirtschaft und Erziehung als ‚zu wenig geistlich‘ angesehen. Wenn wir Gott Welt-los machen, dann dürfen wir nicht erstaunt sein, wenn die Welt Gott-los wird.“

Auch angesichts der Frage, wie wir unseren Glauben und Gemeinde im neuen Jahr gestalten und leben wollen haben wir im Mitarbeiterleitungskreis über ein neues Jahresthema gesprochen. Wir haben uns gefragt, ob wir überhaupt wieder ein Jahresthema haben wollen, das uns das Jahr über begleiten und Auswirkungen in die Veranstaltungen und Gruppen der Gemeinde haben soll.

Wir meinten, ja, ein Thema wäre gut und beschlossen gemeinsam, dass wir das Motto: „Glaube am Montag“ aufnehmen wollen, einer Initiative eines überkonfessionellen Netzwerkes, die uns einlädt, Glaube und Spiritualität im Alltag lebendig werden zu lassen.

Glaube am Montag ist ein Entwicklungsprozess, ein Austauschprozess, ein Anfang.

Ihr seid das Salz der Erde! Ihr seid das Licht der Welt! sonntags, montags, dienstags, alle Tage. Lasst uns unseren Glauben und unsere Spiritualität über den Gottesdienst am Sonntag hinaus leben.

Anja Bär

Persönlicher Liebesbrief von Gott

Mein Kind, vielleicht kennst du mich nicht, aber ich weiß alles über dich. Psalm 139,1
Ich weiß, wann du dich setzt und wann du aufstehst. Psalm 139, 2
Alle deine Wege sind mir bekannt. Psalm 139, 3
Denn du bist nach meinem Bild geschaffen. 1. Mose 1, 27
Ich kannte dich, noch bevor du empfangen wurdest. Psalm 139, 15
Ich habe dich erwählt, als ich die Schöpfung plante. Eph. 1, 11
Du bist wunderbar gemacht. Psalm 139,14
Ich beschütze dich. Psalm 139,4
Ich habe dich im Leib deiner Mutter geformt. Psalm 139,13
Ich bin der vollkommene Ausdruck von Liebe zu dir. 1. Joh. 4, 16
Es ist mein Verlangen, dich mit Liebe zu überschütten,
einfach weil du mein Kind bist und ich dein Vater. 1. Joh. 3, 1
Ich biete dir mehr, als dein irdischer Vater tun könnte. Matth. 7, 11
Denn ich bin der vollkommene Vater. Matth. 5, 48
Jede gute Gabe, die du empfängst, kommt aus meiner Hand. 1. Kor. 1,7
Denn ich sorge für dich und begegne dir in allen Nöten. Matth.6, 30+31
Mein Plan für deine Zukunft ist immer Hoffnung. Jeremia 29, 11
Weil ich dich mit ewiger Liebe liebe. Jeremia 31, 3
Meine Gedanken über dich sind unzählbar wie der Sand am Meer. Psalm 139, 17
Ich singe vor Freude über dich. Zefanja 3, 18
Ich werde nicht aufhören, dir Gutes zu tun. Jeremia 32, 40
Denn du bist mein wertvoller Besitz. 2. Mose 19, 5
Freue dich an mir und ich werde dir die Wünsche deines Herzens erfüllen Psalm 37, 4
Denn ich bin es, der diese Wünsche in dich hineingelegt hat. Phil. 2, 13
Ich kann mehr für dich tun, als du dir vorstellen kannst. Eph. 3, 20
Denn ich bin ein großer Ermutiger. 2. Thess. 2, 16 + 17
Ich bin auch der Vater, der dich in allen Nöten tröstet. 2. Kor. 1, 3
Wenn du ein gebrochenes Herz hast, bin ich nah bei dir. Psalm 34, 19
Wie ein Hirte sein Schaf trägt, habe ich dich an meinem Herzen getragen. Jes. 40
Eines Tages werde ich jede Träne von deinen Augen abwischen. Off. 21, 3+4
Ich liebe dich genauso wie ich meinen Sohn Jesus liebe. Joh. 17, 23
Denn in Jesus ist meine Liebe zu dir offenbart. Joh. 17, 26
Er kam, um dir zu zeigen, dass ich für dich und nicht gegen dich bin. Römer 8, 31
Und um dir zu sagen, dass ich dir deine Sünden nicht anrechne. 2. Kor. 5,19
Jesus starb, damit du und ich miteinander versöhnt werden können. 2.Kor.5,18
Sein Tod war der tiefste Ausdruck meiner Liebe zu dir. 1. Joh. 4,10
Ich gab alles hin, was ich liebe, um deine Liebe zu gewinnen. Römer 8,32
Nimmst du das Geschenk meines Sohnes an, dann nimmst du mich an 1.Joh.2,23
Und nichts kann dich jemals wieder von meiner Liebe trennen. Römer 8,39
Komm nach Hause und ich werde die größte Party im Himmel veranstalten
Lukas 15,7
Ich bin immer Vater gewesen und werde immer Vater sein. Eph. 3,14+15
Ich frage dich: Willst du mein Kind sein? Joh. 1.12
Ich warte auf dich! Lukas 15, 11-32

Dein dich liebender Vater, der allmächtige Gott!

Sturmerprobt

Als ich am Sonntagmorgen gegen 11 Uhr auf dem Harriersand eintraf, traute ich meinen Augen kaum. An die 80 Leute hatten sich eingefunden um dieses Tauffest mitzufeiern!

Anna-Marie, deren Tauffest wir feiern wollten, hatte viele Verwandte und Freunde eingeladen; das fand ich klasse! Alle, die dabei waren, hatten leckere Speisen mitgebracht und so entstand unter dem Pavillon im Nu ein herrlich aussehendes Buffet. Der Grill duftete verführerisch und bei der Riesenauswahl an Köstlichkeiten fand jeder etwas für seinen Geschmack.

Als sich alle gestärkt hatten und der Gottesdienst beginnen sollte, fing es an zu schütten. Aber als sturmerprobte Muschelschubser ließ sich niemand aus der Ruhe bringen. Man rückte ein wenig enger unter den Sonnenschirmen zusammen und wartete die Schauer ab. Immer wieder kam die Sonne durch und bezeugte ihren guten Willen.

Anja Bär ließ uns anhand der Geschichte vom liebevollen Vater einen Blick auf Gottes Liebe werfen. Wie gut ist es zu wissen, dass wir einen himmlischen Vater haben, der uns auch nach Irrwegen immer wieder liebevoll in die Arme schließt!
Als wir uns dann auf den Weg zum Stand hinunter machten, strahlte die Sonne mit unserem Täufling Anna-Marie Bär um die Wette. Unsere Pastorin geleitete ihre Tochter in die Weser und taufte sie unter fröhlichem Beifall der Gemeinde und Freunde. Die Freude, die alle ergriffen hatte, war trotz Wind und nicht gerade sommerlicher Lufttemperatur (das Weserwasser war immerhin 19 °C warm) zu spüren.

Fröhlich feierten wir dann weiter Gottesdienst. Anna-Marie und ihre Taufbegleiter wurden gesegnet und sie wurde in der Gemeinde willkommen geheißen. Jeder einzelne konnte seine guten Wünsche für unseren „Frischling“ auf von Christ Hoefs gebastelte Papiertauben schreiben. Diese wurden Anna-Marie dann zur Erinnerung überreicht.

Nach dem Gottesdienst wurden wir vom ansässigen Gastronom mit einem leckeren Kuchenbuffet und herrlichem Kaffee verwöhnt. Als Erinnerung an diesen Tag bekamen wir von Anna-Marie jeder einen schönen Stein geschenkt. Aber auch so werde ich diesen Tag nicht vergessen!

Liebe Anna, erinnere dich an diesen Tag! Erinnere dich daran, dass Gott auch in stürmischen Zeiten bei uns ist! Er ist da, auch wenn wir uns mal verlaufen. Er wird dich immer wieder in seine liebenden Arme schließen, denn du bist sein Kind!

Herzlich willkommen, kleine Schwester!

Anja Dohmeyer

Ein Ausflug mit Überraschungen

Den Seniorenausflug nach Bad Bederkesa am 13. September hatten Irmgard und Fritz Hoefs liebevoll vorbereitet. Sie waren eine Woche zuvor hingefahren, hatten den Burgbesuch mit anschließendem Film gebucht. Sie hatten das Restaurant gewählt und dort gespeist, um sicher zu gehen, dass Qualität und Preise erschwinglich waren. Auch die vielen Parkplätze sollten sicherstellen, dass unsere 6 – 7 Privatautos keine Schwierigkeiten bekämen, Platz zu finden.

Um 9.30 Uhr sollte es von der Gemeinde aus losgehen. Um halb 9 (!) kam ein Anruf bei Hoefs. Das Restaurant rief an: das Mittagessen dort wäre leider heute nicht möglich. Die junge Frau – die auch die ganze Organisation mit Fritz besprochen hatte – war inzwischen im Krankenhaus gewesen und hatte vergessen, die Buchung an die Belegschaft weiter zu geben. Jetzt war es ihr gerade eingefallen. Zum Glück hatte Fritz am Sonntag zuvor noch mal im Restaurant angerufen, um die genaue Zahl der zur Auswahl stehenden Essen durchzugeben. Die Dame war über die Buchung an einem Ruhetag höchst erstaunt, war dann aber bereit, 27 Leute an ihrem sonst arbeitsfreien Dienstag zu beköstigen.

Ja, und dann ging es los. Vor unserer Gemeinde trafen alle 26 angemeldeten Personen nach und nach ein. Wir fuhren dann gemütlich über Bundesstraßen nach Bad Bederkesa – die schöne Landschaft zog an unseren Augen vorbei und wir freuten uns, dass auch das Wetter einen verheißungsvollen Aufenthalt versprach. Alles stimmte – bis wir in den weitläufigen Parkplatz hinein fuhren und dort durch aufgestellte Jahrmarktbuden – noch so eine Überraschung – kaum an den vielen geparkten Autos vorbeikamen. Kein Platz für sieben Autos aus Bremen! Zum Glück wusste Fritz, dass vor dem Restaurant, das normalerweise ja dienstags geschlossen hatte, Platz war.

Der Weg zur Burg war somit etwas weiter, aber es hat sich gelohnt, die Geschichte der Burg auf den Tafeln zu lesen und später den Film zu sehen. Dann ging es per pedes zurück zum Restaurant. Inzwischen freuten sich alle auf ihr bestelltes warmes Essen. Die Tische waren liebevoll dekoriert und so allmählich trudelten alle ein und setzten sich an die lange Tafel. Die Getränke wurden bestellt – dann kam das Essen! Aber was war das? Beladen mit großen Salatschüsseln (!) kam die Serviererin an den Tisch und rief die Nummer des Menus auf: Nr. 5. Nein, das hatte keiner bestellt. Nach Schnitzel mit Kroketten und Gemüse sah das nicht aus. Ja, und dann mussten alle feststellen, dass jeder von uns eine Salatschüssel bekommen sollte, mal mit Thunfisch, mal mit Ei und Schinken, mal mit Käse. Die Menukarten, die Fritz mitbekommen hatte, waren nicht die Menukarten, nach denen das Restaurant seine Teller vorbereitet hatte. O Schreck! Die Stimmung wurde angespannt.

Unmöglich, neue Gerichte zuzubereiten! Die junge Frau, die die Schüsseln herein trug, war noch angespannter als wir! Ja, und dann kam wohl unser christlichster Akt für diesen Tag. Die meisten von uns nahmen die Schüsseln und machten das Beste daraus. Die leckeren Brötchen, die dazu gereicht wurden, halfen etwas. Manche ließen die Schüssel zurückgehen und bestellten eine Pizza. Kein großes Murren! Was auf den Tisch kam, wurde gegessen! (Wie gut, dass wir diese Kindheitsregel verinnerlicht hatten und trotzdem fröhlich blieben).

Die Fahrt zurück ging ohne Zwischenfälle vonstatten. Ehrlich gesagt: einige von uns trafen uns dann später im Restaurant „Ihlegance“ in der Hindenburgstraße zu einem leckeren Kuchen und Eis wieder! Als Ausgleich!

Annegret Meyer

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20)

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (Mt 18,20)
Eines Tages – ich war noch Studentin in Elstal am Theologischen Seminar – überlegten meine Freundin und ich, ob und wie wir unserer Freundschaft noch einen anderen Schwerpunkt geben sollten oder könnten. Schon aufgrund der Tatsache, dass wir beide Theologiestudentinnen waren, redeten wir häufig und intensiv über Gott und die Bibel und die Welt. Es war uns wichtig, unsere Studieninhalte miteinander zu reflektieren, sie in unsere Realität einzubauen, die Relevanz des Gelernten für unser Leben herauszufinden. Das klingt jetzt vielleicht so, als wäre diese Freundschaft vor allem zu Studienzwecken entstanden. Aber so war es nicht. Wir besprachen auch ganz profane Dinge und verbrachten einfach viel Zeit miteinander. Wir sprachen aber auch viel ÜBER Gott. Doch miteinander MIT Gott zu reden war uns noch nicht, oder nur sehr selten, in den Sinn gekommen. An diesem besagten Tag also überlegten wir uns, ob wir unserer Freundschaft in Bezug auf unseren Glauben einen neuen Schwerpunkt geben sollten.
Wir fragten uns, ob es nicht gut wäre, mit einer gewissen Verbindlichkeit regelmäßig miteinander zu beten und auf diese Weise eine andere Art von Verantwortung füreinander zu übernehmen. Das wollten wir einmal ausprobieren.
Immer wieder hatte ich gehört, dass es auf dem Campus des Seminars Zweierschaften gab. Mittlerweile wusste ich, dass diese Zweierschaften zwischen Menschen bestanden, die miteinander befreundet waren und die ihrer Freundschaft durch die Zweierschaft eine geistliche Dimension gaben; denn sie trafen sich, um miteinander zu beten. Sie trafen sich auch sonst. Aber regelmäßig fanden sie sich auch zum Gebet zusammen.
Auf diesen Treffen liegt ein besonderer Segen, nämlich die Verheißung, dass Jesus dabei ist. In Matth.18,20 heißt es „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“
Das wollten wir also versuchen und uns einmal in der Woche ausschließlich zum Gebet treffen. Ich muss gestehen, das erste (und auch noch das zweite) Treffen war eher mühsam. Wenn zwei Menschen miteinander vertraut sind aber keine Gebetskultur entwickelt haben, muss man Hemmschwellen überwinden. Nach und nach entdeckten wir, dass es uns gut tat und uns veränderte. Auf diese Weise übernahmen wir auch ein Stück Verantwortung füreinander, ohne die andere zu entmündigen.
Hier in Bremen bin ich mittlerweile auch Teil einer Zweierschaft. Wir treffen uns einmal wöchentlich am gleichen Tag zur gleichen Zeit. Wir tauschen uns aus, sammeln unsere Gebetsanliegen und dann beten wir miteinander, füreinander, für unsere Lieben, für die Gemeinde, für die Stadt; kurz: für die Dinge, die eben anliegen. In dieser Regelmäßigkeit liegt eine große Chance. Wir werden uns immer vertrauter, gehen offen miteinander um, können uns Rat geben und Stütze sein.
Und wir erleben, wie Gott unsere Gebete erhört, uns ermutigt und wir gestärkt an unsere vielfältigen Aufgaben gehen.
In diesem Sinne wünsche ich uns allen froh machende Erfahrungen mit dem Gebet und den Mut, auch unbekannte oder wenig vertraute Formen auszuprobieren. Ich wünsche uns, dass wir gemeinsam erleben, wie wichtig und gut das Gebet ist. Jesus ist bei uns, gerade dann, wenn wir uns in seinem Namen versammeln.
Anja Bär

Liebe Flohmarkt Mitarbeiter

ganz herzlichen Dank an alle, die unseren Flohmarkt unterstützt haben – sichtbar und unsichtbar! Da gab es Spender und Beter, Helfer beim Auf- und Abbau, (Ver)Käufer, Springer, Ansprechpartner für unsere Gäste, Griller und Küchenhelfer, Getränkeausschenker(innen), Dekorateure, Werber, FlyerHersteller…

Euch allen ein dickes Dankeschön! Nicht zu vergessen sei auch ein Dank an Tatjana Simon, unsere Hausmeisterin, die viele Kilometer zusätzlich an diesem Tag gelaufen ist.
Das Wichtigste ist sicherlich, dass auf diese Weise viele Besucher unsere Gemeinde kennengelernt haben; und dass wir uns in unserem Umfeld in Lesum „gezeigt“ haben. Aber genauso erfreulich ist sicherlich auch, dass für unsere Kinder- und Jugendarbeit ein Erlös von 200 € zusammengekommen ist.
Diese Aktion hat sich gelohnt, und wir sollten sie wiederholen! Aus Fehlern lernt man ja bekanntlich. Beim nächsten Mal verbessern wir noch einiges an Organisation, Werbung usw. Aber 38 Stände sind doch ein tolles erstes Mal, oder?
Dankbar
Uta Hildebrand