Evangelische Allianz

Die von Pastor Bernd Busche aufgebauten Verbindungen zu unseren evangelischen Nachbargemeinden wollen wir gern aufrechterhalten. Darum haben wir als Vorstand beschlossen, uns im Januar 2009 wieder an der Allianz-Gebetswoche zu beteiligen. Sie findet statt vom 11.-18.01.2009, beginnt am Sonntag um 16 Uhr mit einem Kaffeetrinken und um 17 Uhr mit dem Eröffnungsgottesdienst in den Räumen der Landeskirchlichen Gemeinschaft Blumenthal. Am Montagabend um 19.30 Uhr ist die Veranstaltung in unserer Auferstehungskirche. Die Allianz-Gebetswoche endet am Sonntag, den 18.01.2009 im Bremer Dom. Bei uns wird Andrea Hammer, Pastorin im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden, die Predigt halten.
Ich wünsche mir sehr, dass viele von uns an der Veranstaltung in unseren Räumen teilnehmen. Ich denke, die beste Verbindung zwischen Christen verschiedener Gemeinden ist das gemeinsame Gebet, weil es deutlich macht, was Christen eint.

Manfred Hoefs

Erfahrungen in Äthiopien

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Liebe Gemeinde,

viele von Euch wissen, dass ich im Rahmen meines Studiums einige Monate in Äthiopien auf einem landwirtschaftlichen Missionsprojekt mitgearbeitet habe. Nun bin ich seit März wieder zurück in Deutschland und möchte Euch an meinen Erlebnissen dieses Praktikums teilhaben lassen.

Das Nonno-Projekt der Mission am Nil, einem schweizerischen Missionswerk, gibt es seit drei Jahren. Es umfasst ein Areal von 500 ha Land und hat zum Ziel, die Ernährung der dortigen Bevölkerung zu sichern, ihre Gesundheit zu verbessern und ihr Einkommen zu steigern. Dies alles in dem Wissen, dass Gott diese Menschen liebt und nur Er etwas verändern kann.

Das Nonno-Gebiet in Äthiopien liegt 250 km südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, doch um dorthin zu kommen braucht es eine Tagesreise. Schon die Fahrt in dieses sehr abgelegene und vernachlässigte Gebiet ist ein Abenteuer für sich. Viel gab es entlang der „Straße“ zu sehen; es ging über Stock und Stein, durch Gräben und Viehherden, das war spannender als Fernsehen! Je näher wir dem Projektgelände kamen, desto tiefer fühlte ich mich in Afrika. Endlich angekommen war ich begeistert von der wunderschönen Landschaft und ihrer Einsamkeit, aber auch von der Freundlichkeit der Menschen, die trotz ihrer großen Armut und der Beschwerlichkeit ihres Lebens viel Lebensfreude ausstrahlen. Umgeben von Bergen liegt der Compound auf 1800 m Höhe, ringsherum befinden sich Wald und Felder. Durch die Regenzeit, die einen Monat vorher geendet hatte, führten die Flüsse noch Wasser und die Blumen blühten. Dies sollte sich im Laufe der Zeit jedoch noch ändern…

Nun war ich also da, zusammen mit Angela, einer Deutschen die das Projekt leitet und einem einheimischen Mitarbeiter. In den nächsten Wochen hatten wir erst mal alle Hände voll zu tun, das Gelände bewohnbar zu machen, außerdem verbrachten wir einen Großteil des Tages damit, Dinge zu tun um überhaupt leben zu können. Das wichtigste davon war das Wasser holen. Seit zwei Jahren gibt es in dem Gebiet von der Mission installierte Pumpen, vorher musste die Bevölkerung das benötigte Wasser aus den dreckigen Flüssen holen, mit nicht zu verachtenden gesundheitlichen Folgen. Auch für uns hieß es dann jeden zweiten Tag Wasser pumpen, das wir in Fässer gefüllt mit Fahrzeugen transportieren konnten, anders als die einheimischen Frauen, die ihre Kanister auf dem Rücken tragen müssen. So können sie es sich auch nicht leisten, Gärten anzulegen und Pflanzen zu bewässern.

In den ersten Wochen meiner Zeit im Nonno war dort gerade Ernte: Teff, eine Hirseart die nur in Äthiopien wächst, Sorghum, Mais und nicht zu vergessen Berbere, eine Peperoni-Art, mit der fast alle Gerichte gewürzt werden. Dies geschah alles in mühsamer Handarbeit mit der Sichel, der Transport mit Eseln und das Dreschen mit Ochsen. Da haben die Bauern alle Hände voll zu tun!

Meine Aufgabe war es, den von den Bauern abzugebenden Anteil mit dem Traktor zu holen, später wurde alles gewogen, sortiert und verkauft. Zu meinen anderen Aufgaben und Afrika-Erfahrungen möchte ich später noch berichten. Zusammenfassend kann ich aber sagen, dass diese nicht nur für mich sehr speziell und neu waren, sondern auch für die Einheimischen, besonders die Kinder, für die es ein seltener Anblick ist, dass Weiße arbeiten und dann auch noch Frauen die mit dem Traktor durch die Gegend fahren oder mit Hunden an der Leine spazieren gehen!

Dorothee Schw.

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VATER UNSER

UNSER VATER – Gott lässt mit sich reden

Herr, lehre uns beten!
Mit dieser Bitte kommen die Jünger zu Jesus. Es geht ihnen nicht nur um die Frage, wie sie ihr Gebet formulieren sollen, sondern – viel tiefer – darum, wie Menschen überhaupt mit Gott in Verbindung treten können.
Die Antwort Jesu ist das „Vaterunser“, das zum Gebet seiner Jünger und zum Gebet der Christen bis zum heutigen Tag geworden ist. Es ist im Neuen Testament in zwei Fassungen überliefert – einer ausführlicheren, die im Zentrum der Bergpredigt steht (Matthäus 6,9-13) und einer kürzeren, die sich im Lukasevangelium findet (Lukas 11,2-4). Schon früh haben die Christen dieses Gebet um einen abschließenden Lobpreis erweitert. Er findet sich bereits in einer Gemeindeordnung vom Anfang des 2. Jahrhunderts („Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“)

Acht Predigten in den Monaten April bis August gehen meditativ dem Vaterunser entlang und bieten Hilfe für die eigene Praxis des Gebets.

Der Künstler Andreas Felger hat das Vaterunser in 14 abstrakten Bildern umgesetzt. Seine Aquarelle illustrieren die Predigtreihe. – Das Buch mit den Bildern ist über den Büchertisch zu beziehen: Andreas Felger, Joachim Wanke: Gottesnähe – Vater Unser. Aquarelle von Andreas Felger und Betrachtungen von Bischof Joachim Wanke zum Vaterunser.