Der Brückenbauer (aus dem Französischen)

Hier ist die Geschichte zweier Brüder, die einander sehr zugetan waren und in großer Eintracht auf ihrer Farm lebten – bis zu jenem Tag, als es zu einem Konflikt zwischen ihnen kam.

Die beiden lebten von der Arbeit auf ihren Feldern. Sie säten und pflanzten gemeinsam, sie ernteten gemeinsam. Sie teilten alles und lebten ein zufriedenes Leben. Doch dann geschah etwas Unerwartetes: es begann mit einem unglücklichen Missverständnis – und allmählich wurde der Graben zwischen ihnen tiefer, bis zu dem Tag als sie nach einer heftigen Auseinandersetzung nicht mehr miteinander sprachen – eine schmerzliche Stille folgte. Kein Wort fiel, um das Schweigen zu brechen, es gab keine gemeinsamen Aktivitäten. Diese Stille hielt mehrere Wochen an.

Eines Tages klopfte ein Mann an die Tür des älteren Bruders, ein Handwerker, der Arbeit suchte – irgendwelche Reparaturen.

„Ja“ sagte der Bruder, „ich habe Arbeit für dich. Siehst du dort auf der anderen Seite des Flüsschens das Haus? Dort lebt mein jüngerer Bruder. Seit Wochen reden wir nicht miteinander, er hat mich einfach zu sehr verletzt – es gibt keine Beziehung mehr zwischen uns. Ich werde mich an ihm rächen. Siehst du dort die Steine neben meinem Haus? Ich möchte, dass du daraus eine Mauer baust – zwei Meter hoch – ich will ihn nicht mehr sehen.“

Der Mann antwortete: „Ich glaube ich verstehe eure Situation.“

Der Bauer half seinem Besucher, die nötigen Materialien zusammenzutragen. Dann ging er auf Reisen und ließ den Handwerker eine Woche allein.

Als die Woche vergangen war, kam der Bruder in sein Dorf zurück. Zu seinem großen Erstaunen hatte der Mann die Arbeit bereits beendet. Aber was war das? Anstelle einer Mauer von zwei Metern Höhe sah er eine Brücke, die den Fluss überspannte. In diesem Moment trat der jüngere Bruder aus seinem Haus, er stutzte – dann lief er auf seinen älteren Bruder zu und rief: „Du bist einfach großartig! Eine Brücke zu bauen, wo wir beide so wütend aufeinander sind! Ich bin so stolz auf dich!“

Während die beiden Brüder ihre Versöhnung feierten, sammelte der Besucher sein Werkzeug zusammen, um wieder loszuwandern. „Nein, warte!“ sagten die Brüder. „Hier ist genug Arbeit für dich.“

Aber er antwortete: „Gern würde ich eine Weile bei euch bleiben, aber ich muss noch andere Brücken bauen…“

„In Christus hat Gott selbst gehandelt und hat die Menschen mit sich versöhnt. Er hat ihnen ihre Verfehlungen vergeben und rechnet sie nicht an. Diese Versöhnungsbotschaft lässt er unter uns verkünden. So bitten wir im Auftrag von Christus: Bleibt nicht Gottes Feinde, nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet.“ (Paulus, Brief an die Korinther: 2. Kor. 5,19-21)

Annegret Meyer

Zum Weihnachtsfest im Chor mitsingen?

Seit vielen Jahren versuchen wir, dem Gebot der Bibel getreu das Wort aus Kolosser 3, Vers 16 in die Praxis umzusetzen. Dort heißt es:
Lehret und ermahnet einander mit Psalmen und Lobgesängen und geistlich lieblichen Liedern und singet dem Herrn in euren Herzen.
Wie ihr selbst sonntäglich beobachten könnt, fällt uns das immer schwerer, weil die demographische Entwicklung auch am Chor nicht spurlos vorüber geht. Aus Erfahrung weiß ich, dass es aus vielerlei Gründen immer schwerer wird, sangesfreudige Menschen zum Mitsingen zu gewinnen.
Darum mein Angebot, Chorarbeit projektbezogen auf ein besonderes Ziel hin zu gestalten. Das nächste Ziel ist Weihnachten. Wer Lust hat, mal nur für Weihnachten zu üben und mitzusingen, ist dazu herzlich eingeladen. Ab ca. Mitte Oktober wollen wir anfangen. Altersbegrenzungen nach oben und unten gibt es bei uns nicht. Wer sich das zutraut, ist herzlich eingeladen (besonders Männer). Sprecht mich an, ich freue mich darauf.

Euer Chorleiter Manfred Hoefs

Taufe am 1. Advent?

Ab Mitte Oktober wird es wieder einen Taufkurs für alle diejenigen geben, die sich für die Taufe interessieren. Aber auch Gläubige, die schon getauft sind und für sich noch einmal einige Fragen zum Glauben durchdenken wollen, sind herzlich eingeladen, an diesem Kurs teilzunehmen. Die Taufe ist für den ersten Advent, in diesem Jahr der 28. November, geplant. Ob wir dann tatsächlich eine Taufe erleben werden, hängt davon ab, ob es Menschen gibt, die das Werben Jesu hören und annehmen.
Warum sollte man sich überhaupt taufen lassen, könnte eine Frage lauten, die laut oder leise gestellt wird. Mein Leben ist doch o.k., ich gehe zur Gemeinde und ich glaube auch, warum noch die Taufe?
Dazu möchte ich etwas aus dem Grundkurs des Glaubens für junge Erwachsene zitieren:
„Der Glaube ist eine Beziehung zwischen Mensch und Gott: Gott nimmt sich des Menschen an und der Mensch vertraut sich Gott an. Gottes Liebe, die dem Menschen von Anfang an gilt und der Glaube des Menschen, mit dem er Gottes Liebe dankbar empfängt (gehören zusammen). Mit der Taufe besiegelt Gott seine Liebe zum Menschen und der Mensch seinen Glauben zu Gott.“
Die Taufe ist demnach wie ein Bundesschluss, eine Eheschließung, ein Versprechen, sich treu zu sein. In der Bibel gibt es eine ganze Reihe von Aussagen über die Taufe, eine der wichtigsten befindet sich im Markusevangelium, Kapitel 16: „Wer zum Glauben kommt und sich taufen lässt, wird gerettet.“
Wer sich also fragt, ob er sich nun taufen lassen oder sich zumindest mit dem Thema näher beschäftigen sollte, dem sei gesagt: Ja, das wäre sehr gut.

Anja Bär

Erntedank

Seit dem 4. Jahrhundert feiern Christen das Erntedankfest. Es ist ein Fest, das uns daran erinnert, dass unser tägliches Brot Frucht unserer Arbeit ist und dass Gott uns mit allem versorgt, was wir zum Leben brauchen. Als das Volk Israel in der Wüste hungert, lässt Gott – so erzählt es die Bibel im Buch Exodus – Manna vom Himmel regnen. Die Menschen sammeln es auf und werden satt. Sie sind zufrieden und dankbar. Einige jedoch können nicht genug haben. Sie wollen sicherstellen, dass sie auch morgen noch versorgt sind und sammeln mehr, als sie brauchen. Sie versuchen zu horten und das Manna verfault. Der Theologe Ulrich Duchrow nennt diese Geschichte „den klassischen Text für eine gerechte Wirtschaft“. Es gibt genug für alle. Die Bedingung dafür ist, dass niemand maßlos ist.

Erntedank bedeutet Verantwortung; Erntedank bedeutet Dankbarkeit; Erntedank bedeutet Besinnen auf das Wesentliche.
Wir wollen auch in diesem Jahr wieder Erntedank feiern. Am 3. Oktober – in diesem Jahr außerdem auch noch der zwanzigste Jahrestag der deutschen Einheit – werden wir Gott dafür danken, dass er uns mit allem versorgt was wir brauchen, um wirklich zufrieden zu sein und für die Früchte unserer Arbeit.
Damit der Erntedanktisch unseren Dank widerspiegelt, wäre es gut, wenn jeder etwas dazu beisteuert. Bringt mit, was ihr habt – aus dem Garten, vom Feld, eingekochte Marmelade, selbstgebackenes Brot, Kürbisse, Äpfel, Zucchini, Karotten, Saft – was immer euch in die Hände kommt und eure Dankbarkeit zum Ausdruck bringt, legt es auf den Erntedanktisch. Und dann wollen wir feiern, dass wir – Gott sei Dank – nicht allein sind mit unserer Arbeit, sondern dass Gott unser Tun segnet.

Anja Bär

Gemeindefreizeit – vier Berichte – Rita Kluge

Während ich unsere Reisetasche auspacke, denke ich über das Wochenende nach. Wir hatten gerade zwei wundervolle Tage mit der Gemeinde verbracht, und zwei unserer Kinder sind mit uns gefahren, Julian und Leon. Mein Mann und ich hatten eine lange Woche hinter uns, waren furchtbar erkältet und freuten uns über diese Abwechslung.

Also, Auto gepackt, noch schnell etwas zum Knabbern für die Abende und dann los.

Einige Gemeindemitglieder waren schon da. Freudig und liebevoll wurden wir begrüßt. Sibylle Pegel zeigte uns die Zimmer, und schon war sie wieder los um Neuankömmlinge zu begrüßen.

Den ersten Abend hatten Ruth und Thomas mit einem bunten Programm gestartet. Nach der langen Woche wollen wir uns einfach nur erholen und Spaß haben, ein gemütliches Zimmer, angenehme Zimmernachbarn – und zum Frühstück gerne Kaffee – oder doch lieber Tee.

Das Abtrocknen in so einer Einrichtung gestaltet sich manchmal etwas schwierig, zum Schluss hat keiner mehr Lust. Man möchte am liebsten verwöhnt werden, mit Ruhe, Workshops, guten Gesprächen oder Spiele ohne Grenzen. Kein Problem: Man geselle sich einfach irgendwo dazu – ist ja alles bestens organisiert.

Beim Mittagessen stellen manche fest: es ist einfach etwas wenig. Meckern kann man ja mal!

Am Nachmittag wurde ein Geländespiel für Jung und Alt angeboten, gut geplant von Uta Hildebrandt. Es hat allen viel Spaß gemacht. Für die Gewinner gab es abends eine Siegerehrung mit Preisen. Ein großes Dankeschön für das Gestalten dieses Spiels und für die vielen Helfer, die ihre Ideen eingebracht hatten.

Doch jetzt werde ich nachdenklich: Haben wir uns eigentlich bei den Fotografen, den Organisatoren, bei allen bedankt, die dieses Wochenende so wunderbar gestalteten – mit Freude, Witz und Energie?

Danke an die Kinder, die einfach überall mitmachten, mithalfen und mitlachten. Und danke an die Workshop-Mitarbeiter und …

Also hier ist ein riesiges Dankeschön von jemandem, der am Wochenende nichts gemacht hat, außer sich zu freuen.

DANKESCHÖN!!!

Gemeindefreizeit – vier Berichte – Anna-Marie Bär

Das Geländespiel

„NEIIIIIIN!“, riefen Alina und ich wie aus einem Mund, als wir sahen, dass wir- mal wieder- in einem Team waren. Wir hatten beide die blaue UNO-Karte gezogen.

Diejenigen, die nicht dabei waren müssen wissen, dass Uta ein Geländespiel für unsere Freizeit vorbereitet hatte. Bevor es losgehen konnte zog jeder eine verdeckte UNO-Karte. Dann sollte man sich mit den Leuten zusammenfinden, die die gleiche Kartenfarbe hatten wie man selbst. Und Alina und ich waren, wie schon gesagt, in einer Gruppe. Aber eigentlich war das gar nicht schlimm. Außerdem waren noch viele andere, nette Leute in unserer Gruppe.

Das Geländespiel war in vier Stationen eingeteilt, und jede Gruppe sollte jede Station abarbeiten. An jeder Station gab es jemanden, der die Regeln erklärte und aufpasste, dass wir auch ja nicht schummelten. Da waren Aufgaben in der Natur zu lösen, Gedichte aufzuschreiben, ein riesengroßer Rochen mittels Stelzen, Inlineskates, Bobbycar und ähnlicher Geräte zu retten. Dabei stellte sich heraus, dass absolute Großmeisterin im Stelzenlaufen Laureen Kluge ist, die auf Stelzen immerhin drei Stufen elegant nach oben lief.

Glücklich waren diejenigen zu nennen, die gern und viel Scrabble spielen. An unserer dritten Station hatten wir nämlich den Auftrag, aus drei Packungen „Russisch Brot“ möglichst viele Hauptwörter zu bilden, sie aber nicht wie bei Scrabble aneinander zu legen. Zusatzpunkte gab es für sinnvolle Sätze und 100 Bonuspunkte für das Legen eines Bibelverses. Am Ende durften (oder mussten) wir das ganze „Russisch Brot“ aufessen, um Beweismaterialien zu vernichten.

Unsere letzte Station war die größte Herausforderung. „Ohne Worte“ – so ihr vielsagender Name. Wir durften nicht reden, keinen Mucks von uns geben, denn das gab sofort Minuspunkte. Mittels Pantomime sollten wir Begriffe aus dem Alltag darstellen und die Verständigung der Gruppe untereinander war ausschließlich mittels Stift und Zettel erlaubt. Darzustellen waren: ein Regal aufbauen, auf den Dachboden steigen, eine Schneeballschlacht darstellen – um nur ein paar dieser Aufgaben zu nennen.

Nach viel Lachen, Aufregung, Laufen und Rätseln war das Geländespiel auch schon zu Ende und ich denke ich spreche im Namen aller die mitgemacht haben, wenn ich sage, dass wir sehr, sehr viel Spaß hatten. Danke Uta, dass du dir so viel Mühe gemacht hast, um uns den Samstagnachmittag so schön wie möglich zu machen!!!

Am  Abend gab es dann noch die Siegerehrung samt Urkunde und meine Gruppe hat gewonnen… ich denke, dass wir uns das verdient haben.

Gemeindefreizeit – vier Berichte – Anja Dohmeyer

GEMEINDE AUF TOUREN

Vom 23. bis zum 25. April waren wir als Gemeinde unterwegs; fast 70 Personen waren nach Oese angereist, um miteinander ein wundervolles Wochenende zu verbringen. Die Sonne strahlte, als alle mehr oder weniger gestresst ankamen – und sie schien das ganze Wochenende.

Nach dem  Abendbrot fand ein Begrüßungsabend mit kreativen Spielen statt, danach gab es verschiedene Möglichkeiten, den Abend zu genießen. An verschiedenen Plätzen im und ums Haus wurde gespielt, gesungen, Filme geschaut oder einfach „nur“ bei Wein, Bier und Knabbersachen die Gemeinsamkeit genossen.

Herta und Hans im Elektroauto

Der Samstagmorgen begann mit einem atemberaubenden Sonnenaufgang. Nach dem Frühstück konnte man an verschiedenen Workshops teilnehmen. Es gab ein reichhaltiges Angebot: von stillem Gehen, Autofahren ohne Benzin, Musik machen, Ballspielen, Meditieren  bis zum Modellieren mit Ton. Toben macht hungrig, ab ging’s zum Mittagessen…  Folgender Dialog wurde dabei aufgeschnappt: „OK, es gibt Suppe und da steht Nachtisch.. was gibt’s als Hauptgang??“ „Ich fürchte, die Suppe ist der Hauptgang.“ „Grmpf!“

Nach einer Mittagspause gab es ein wunderbar organisiertes Geländespiel, an dem Jung und Alt teilnehmen konnten. Es wurde herzhaft gelacht, gerätselt, pantomiert und wild in der Natur herum gesprungen. Die Siegerehrung erfolgte nach dem Abendessen, und der Abend wurde dann mit einem Lagerfeuer inklusive Stockbrotbacken abgeschlossen.

Der Gottesdienst am Sonntag war in herrliche Dekorationen mit Schätzen aus der Umgebung eingebettet. Er ließ uns zurückschauen auf ein buntes, lachendes, manchmal nachdenkliches, kreatives und vor allem gemeinsames Wochenende. Nach dem Mittagessen traten wir den Rückweg an.

Es war ein Fest!

Anja Dohmeyer

Gemeindefreizeit – vier Berichte – Anneliese Arning

Schon zum dritten Mal waren wir als Gemeinde, Groß und Klein, Alt und Jung, in dem schönen Freizeitheim in Oese. Auch für uns Senioren waren es wunderbare Tage. In allen Gruppen spielten wir mit. Am Freitagabend machten wir ein Kennenlern-Spiel. Es wurden alle durcheinander gewürfelt, und auch wir Senioren lernten diejenigen näher kennen, zu denen wir sonst nur „Guten Tag“ sagen.

Das Wetter war herrlich. Es verwöhnte uns. Das Lagerfeuer am Samstagabend war großartig. Der vorher nicht geplante, spontane, kreative Gottesdienst am Sonntag hat bestens geklappt.

Nach dem Mittagessen und einer Tasse Kaffee machten sich alle auf den Heimweg.

Anneliese Arning

Frauenfrühstückstreffen am 27. März – eine Erinnerung

Etwa 80 Frauen kamen in unser Gemeindehaus und genossen zunächst ein köstliches Frühstück zubereitet von Regine Suerken-Kompa an frühlingshaft gedeckten Tischen. Eine Freude für Augen und Gaumen. Anschließend wurden in fröhlicher Stimmung Frühlingslieder gesungen, die Hildegard Credo auf dem Klavier begleitete. Danach folgte das interessante, locker vorgetragene Referat von Marianne Ekelmann zum Thema:

Der Sprachlosigkeit ein Schnippchen schlagen – schlagfertig reagieren.

Dabei ging es nicht um Schlagfertigkeit, die den anderen verletzt, sondern um einfühlsame, gewaltfreie Kommunikation. Man bekam Hinweise, wie man der Sprachlosigkeit entgeht und angemessen und besonnen in kritischen Situationen reagieren kann.

Ein erfrischender Vortrag, in dem auch gelacht werden durfte!

Lisel Onken

Blumen auf dem Abendmahltisch – Dank und Anregung

Ein Jahrzehnt lang haben Gaby und Uwe Hoffmann mit viel Engagement und Geschick den Abendmahltisch geschmückt. Es sah – und sieht – immer wieder toll aus, und wir danken euch für alle Mühe, durch die wir diese „Sinnesfreuden“ genießen durften.

Nun habe ich diese Aufgabe übernommen – und neue Besen kehren bekanntlich auch aus…

Deshalb wollen wir uns gemeinsam an einige Veränderungen wagen. In Zukunft wird im Foyer eine Liste aushängen, in der jeder sich eintragen kann, der den Altartisch gestalten möchte. Dabei geht es nicht in erster Linie um Ästhetik, sondern um persönliches Gestalten. Ein selbstgepflückter Wiesenblumenstrauß oder ein Kräuterstrauch ist genauso willkommen wie ein einzelner Zweig – auch ein Stein, eine Muschel oder ein Stück aus dem eigenen Haushalt ist gern gesehen. Nach Absprache mit dem Liturgen seid ihr herzlich eingeladen, den gezeigten Schatz auch zu erklären, z. B. wenn ihr mit dem Ausstellungsstück einen Dank an Gott, eine Erinnerung oder Fürbitte verbinden möchtet. Dazu laden wir alle ein – Groß und Klein, Alt und Jung. Auch eine selbstgebaute Lego Landschaft, eine Playmobil Szene, ein gemaltes Bild oder eine Bastelarbeit können den Gottesdienst bereichern. Wagt es einfach und probiert euch als Gestalterlnnen aus!

Auf diese Weise kann sich jeder am Gottesdienst beteiligen – und wir lernen neue Künstler kennen.

Umgekehrt lade ich auch ein, „Mut zur Lücke“ zu haben. Wenn es an einem Sonntag mal keinen Schmuck gibt, lenkt auch nichts von der Bibel ab, deren Inhalt ja für unser Leben das Wesentliche enthält. Es kann aus verschiedenen Gründen passieren, dass außer Bibel und Kerze der Tisch leer bleibt – und Raum für eigene Ideen lässt.

Nun bin ich sehr gespannt auf eure Reaktionen und freue mich auf eure Mitarbeit, Experimente und mehr!

Uta Hildebrand