7 Wochen Ohne

Mehr als drei Millionen Menschen beteiligen sich jährlich an der Fastenaktion „7 Wochen Ohne“ der evangelischen Kirche. Seit 30 Jahren lädt die Aktion ein, die Zeit zwischen Aschermittwoch und Ostersonntag bewusst zu erleben und zu gestalten.
„7 Wochen Ohne“ – das heißt: eingeschliffene Gewohnheiten zu durchbrechen, die Routine des Alltags zu hinterfragen, seinem Leben möglicherweise eine neue Wendung zu geben oder auch nur wiederzuentdecken, worauf es ankommt. In Kirchengemeinden, Schulen und Vereinen haben sich in dem Vierteljahrhundert Tausende Fastengruppen gebildet. Das Motto 2013 heißt: „Riskier was, Mensch! Sieben Wochen ohne Vorsicht“.

Weltgebetstag Freitag 1. März 2013

in der Söderblom-Kirche, Stockholmer Straße, Bremen-Marßel
15.00 Uhr Kaffeetrinken & Informationen
17.00 Uhr Gottesdienst

Ich war fremd – ihr habt mich aufgenommen

Dieser Satz aus dem Matthäusevangelium ist das Leitwort des Weltgebetstages 2013.
Das WGT Team aus Frankreich, einem Land, das seit Jahrhunderten das Ziel von Einwanderern ist, gestaltet dieses Jahr den Tag und die Gottesdienstordnung.
Bereits 1929 wurde in methodistischen und lutherischen Gemeinden im Elsass der WGT gefeiert. Ab den 60er Jahren breitete sich die Bewegung weiter aus. Der Weltgebetstag belebt in Frankreich die Ökumene, denn dort sind Staat und Religionsgemeinschaften streng getrennt.
Durch Arbeit, Urlaub, Schüleraustausch oder Städtepartnerschaften ist vielen von uns Frankreich bekannt. Weniger bekannt sind die französischen Überseedepartements wie Guadeloupe, Franz. Guyana, Martinique, Réunion, Mayotte, Neukaledonien, Franz. Polynesien, Wallis, St. Pierre, Miquelon und Futuna.
11% der französischen Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Dazu brachte eine Welle von Einwanderern aus den afrikanischen Kolonien weiteren Konfliktstoff ins Land.
Die Forderungen der französischen Revolution (1789) „Freiheit-Gleichheit-Brüderlichkeit“ haben Politik und Geistesleben in ganz Europa geprägt. Und doch hat ein Land, in dem über 60% Katholiken und 7% aus anderen Glaubensrichtungen leben sowie ca. 30% der Bevölkerung nicht religiös ist, große Probleme mit der Integration der „Fremden“.
Hier unterstützen die WGT Projekte die Arbeit der Gruppen, die versuchen, besonders Frauen und jungen Mädchen eine Verbesserung ihrer Lebensumstände zu ermöglichen.
Lernen wir unser Nachbarland Frankreich durch den Weltgebetstag besser kennen und verstehen. Die WGT Frauen der Söderblom-Gemeinde und das gesamte WGT Team laden herzlich dazu ein.
Am Freitag, den 1. März 2013
Um 15.00 Uhr beginnen wir im Gemeindezentrum der Söderblom-Gemeinde mit einem Kaffetrinken und den Informationen über das Gastgeberland Frankreich.
Um 17.00 Uhr feiern wir gemeinsam Gottesdienst.

Auskunft und weitere Informationen: Ulla Ratjen: 0421-6361153

Ulla Ratjen

Moderatoren Schulung

Unter dem Motto „Gottesdienst und Moderation“ fand am Samstag, den 6.10.2012, in unseren Gemeinderäumen ein Workshop statt. Nach dem geplatzten Termin im Frühjahr konnte man sehen, wie groß das Interesse war.
Jung und alt strömten zusammen, weil ihnen Gottesdienstgestaltung einfach wichtig ist.
Es war ein wirklich bunter Haufen von Leuten, die sich vorstellen konnten, auch aktiv am Gottesdienst mitzuwirken. Alte Liturgen-Hasen waren dabei und scheue Frischlinge.
Für diesen großen Kreis von 13 Interessierten hatte unsere Gemeindeleitung Birte McCloy als Referentin geladen.

Und was dann kam, war einfach gut.
Wir wurden in kleineren Teams aufgefordert, uns gegenseitig vorzustellen und zu berichten, wer der andere ist, was er in einem Gottesdienst total wichtig findet und was für ihn so unwichtig ist wie ein umkippender Sack Reis in China.

Dann folgte ein weiterer spannender Teil, auch wieder in Gruppen: Welche Bestandteile sollte ein Gottesdienst haben? Ihr wisst schon: Gebet, Schriftlesung, Türdienst, Geburtstage, Predigt, Lieder, Technik, Beamer, Mikrofone, Gäste, Kollekte, Abendmahl, Vaterunser, Begrüßung, Segen, Bekanntmachungen, Kaffee, Anbetung, Kranke – Zwischendurch wies uns Birte immer darauf hin, die Elemente so anzuordnen, dass ein Spannungsbogen ohne Unterbrechungen oder Schwankungen dabei herauskommen sollte.

Und dann knurrten unsere Mägen. Für uns war Mira Kluge als kleiner Engel aktiv, der für Kaffee, Kuchen, Kekse und Mittagessen sorgte. Es gab Chili con Carne … einfach lecker.

Danach hieß es Bühne frei für „Moderation live“.
Alle Teilnehmer wurden aufgefordert, in unserem Gottesdienstraum eine Moderation darzubieten. Und weil Birte McCloy so einfühlsam mit uns war, schwanden auch die letzten Hemmungen, dabei mitzumachen. Mit liebevollen Tipps hat sie jede Darbietung aufbereitet und so jeden einzelnen ermutigt. Sie hat uns deutlich klar gemacht, dass Moderation im Gottesdienst aktives und führendes Dabeisein ist. Es heißt, Verantwortung für die Menschen zu tragen, die am Sonntag Gott suchen oder erleben wollen. Stellvertretend die Gemeinde vor Gott durch einen Gottesdienst zu führen.
Wir haben eine Menge mitnehmen dürfen.
Es war ein toller, Mut machender und ansprechender Workshop.

Hartmut Kluge

Die Fülle einer Ernte …….. Erntedankgottesdienst 2012

An diesem Sonntag war wieder einmal Zeit um DANKE zu sagen für all die guten Gaben des Jahres. Auf dem liebevoll von Alina Bär gestalteten Gabentisch lagen nicht nur Früchte, Gemüse, Getreide, Brot, Kekse, Saft, Kaffee und sonstige Lebensmittel, sondern es stand dort auch ein Bild von Alina.
Sie, als sichtbares Geschenk Gottes, sollte heute ihre Jugendsegnung empfangen.
Anna-Marie Bär hatte einen Fragenkatalog über das Wachsen im Glauben erarbeitet und zusammen mit Uta Hildebrand und der Band gestalteten die Jugendlichen einen lebhaften und schwungvollen Gottesdienst.

Im Mittelpunkt stand das Nehmen und Geben. Gott gibt und sorgt für uns, und wir dürfen nehmen. Das fällt besonders den Erwachsenen nicht immer leicht. Kinder fragen schon mal nach Geschenken.

In den Gegensätzen können wir Gottes guten Plan erkennen:
Regen – Sonne
Hitze – Kälte
Geben – Nehmen
Bitten – Danken
oder z. B. die außen ganz stachelige Kastanie, die aber eine samtig, glatte Frucht enthält.
Nehmen erfordert Demut und Geben gibt Macht. Solange die Erde steht, leben wir zwischen diesen Polen. Aber befinden wir uns auch immer in der Mitte? Wir dürfen Gottes Geschenke an uns annehmen und uns daran erfreuen.

Danken und Nehmen ……. Danken und Geben

Das galt es nun auch praktisch werden zu lassen und einzuüben.
Anna-Marie Bär hatte dazu Zettel gestaltet, die wir nutzen konnten um das, was wir bereit sind für jemanden zu geben – sowohl praktische Hilfe als auch jede andere Art von Freundlichkeit – aufzuschreiben.

Diese Zettel durfte man sich, je nach Bedarf, dann zum Einlösen mitnehmen.

Alina Bär wurde schließlich von ihrer Mutter Anja und ihrer Schwester Anna-Marie gesegnet.
Ihr Segensspruch steht in Zefanja 3, Vers 17.
„Ja, ER jubelt, wenn er an dich denkt!“
Wenn DAS kein Grund zum Danken ist

Nach dem Gottesdienst gab es ein tolles Mittagessen für alle, und die Gaben vom Erntedanktisch gingen wie jedes Jahr an die Obdachloseninitiative Bremen-Nord.

Ulla Ratjen

Das Ende einer langen Aufgabe

Zu einem „schönen Gottesdienst“ gehörte in Lesum immer die Musik.
Im Laufe von über sechs Jahrzehnten hat es eine breit angelegte Fülle von Talenten gegeben, die mit Stimme und Instrumenten das Lob Gottes zum Klingen brachten. Dazu gehörte von Anfang an ein gemischter Chor, der für die Ausgestaltung der Gottesdienste mit sehr viel Engagement jeden Sonntag zur Verfügung stand. bild

Gegründet wurde er von Gertrud Hoefs, fortgeführt von Hermann Kluge und nun seit 50 Jahren von Manfred Hoefs geleitet und geschult. Der Chor hat in den Jahrzehnten eine Fülle von Liedern eingeübt und vorgetragen. Die musikalische Leistung über eine so lange Zeit ist unbestritten. Durch regelmäßige Schulungen des Chores und die persönliche Weiterbildung meines Bruders in Chorleiterschulungen hat der Chor sich eine sehr große Bandbreite von Chorsätzen erarbeitet.

Nachdem schon in vielen Gemeinden die Chorarbeit eingestellt werden musste, hat der Lesumer Chor bis zum 50. Dirigentenjubiläum von Manfred seine Aufgabe wahrgenommen. Aber auch unser Chor ist in die Jahre gekommen und der Kreis dadurch immer kleiner geworden. Wir haben das in den letzten 10 Jahren durch schwungvolle Lieder mit Klavierbegleitung ausgleichen können. Dadurch war der Chor war bis zum Schluss singfähig.

Mit dem plötzlichen Ableben meines Bruders ist auch diese letzte Phase zu Ende gegangen. Wir haben als Restchor Abschied von einer langen und erfüllten Zeit genommen; mit tiefem Bedauern, weil Singen eine Herzensangelegenheit ist, und mit einem Schlussstrich, weil die verschiedenen Stimmlagen nicht mehr alle besetzt werden konnten. Zudem ist weit und breit kein Chorleiter in Sicht.
Schade, schade, schade! Uns Sängern fehlt etwas und der Gemeinde in der Vielfältigkeit bei der Gestaltung der Gottesdienste auch. Wie es in Zukunft werden wird, darüber haben wir natürlich nachgedacht und nach Lösungen gesucht. Es wird verschiedene Ansätze geben – vielleicht Einspielungen von CDs im Gottesdienst. Das muss erprobt werden.

Aber eine wundervolle Zeit von über 60 Jahren haben wir mitgestalten dürfen und damit auch eine Fülle von Tondokumenten geschaffen. Wir sind darüber von Herzen dankbar und gespannt auf neue Gestaltungen musikalischer Art.

Fritz Hoefs

Empfehlung vom Büchertisch

Als ich die Bonhoeffer-Biographie von Eric Metaxas las war
ich darüber verwundert, dass ein Amerikaner so einfühlsam und umfassend
über Bonhoeffers vielfältiges Leben geschrieben hat. Jetzt habe
ich den Autor bei einer Lesung in der Paulusgemeinde erlebt
und war beeindruckt von dessen Lebensbericht über seinen Weg
zum Glauben.

Bonhoeffers Buch „Nachfolge“ hat Eric Metaxas so
bewegt, dass er dessen Biographie schreiben musste, wie auch die
von William Wilberforce. Dieser englische Politiker hat nach
vielen Jahren Kampf im Jahr 1807 ein Gesetz gegen den Sklavenhandel
durchgesetzt und einen gesellschaftlichen Wertewandel bewirkt.
Zwei interessante, ermutigende Biographien über Glaubensstärke
und Zuversicht, die ich gern weiterempfehle.

Lisel Onken

Rückblick auf ein besonderes Pfingstfest

Pfingsten wird in jeder Gemeinde als ein ganz besonderes Fest gefeiert, wurde doch vor mehr als 2000 Jahren die erste Gemeinde gegründet. Verhältnismäßig jung dagegen ist unsere Gemeinde hier in Lesum. Sie wurde Pfingsten 1945 gegründet – also vor 67 Jahren. Dieses Jahr haben wir aber zusätzlich noch etwas ganz Besonderes gefeiert, nämlich das 50-jährige Chorleiterjubiläum von Manfred Hoefs. Seit 1962 hat er die Verantwortung für die Chorarbeit hier in Lesum getragen. Übrigens war im Jahr 1962 Konrad Adenauer unser Bundeskanzler, Heinrich Lübke der Bundespräsident und John F. Kennedy hatte in Amerika das Sagen. Aber keiner von ihnen war so lange im Amt wie unser Chorleiter.
Wir haben uns sehr gefreut, dass Thomas Mitwollen als Vertreter des christlichen Sängerbundes zu Besuch kam und Manfreds Engagement in einer Laudatio gewürdigt hat. Einen dicken Blumenstrauß gab es natürlich auch.

Wir danken Manfred Hoefs an dieser Stelle noch einmal für seine Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und die Geduld mit den Sängerinnen und Sängern (besonders, wenn die es manchmal besser wissen wollten als der „Chef“). 50 Jahre Chorleiter zu sein bedeutet viel Durchhaltevermögen, und das ist nur möglich gewesen durch die große Freude an der Musik, besonders der Chormusik. Denn immerhin gibt es in 50 Jahren 2600 Sonntage und noch ein paar weitere Feiertage; und fast immer hat der Chor gesungen und hat natürlich auch an den Donnerstagen davor geübt. Die Begabung und die Freude sind Manfred sicher von Gott gegeben, aber es war auch sehr viel Disziplin notwendig, um diese Arbeit über 5 Jahrzehnte so gut zu machen.

Zurzeit ist der Chor sehr klein, wegen des Tenormangels kaum singfähig und hat sich eine Auszeit bis in den Herbst verordnet. Manfred hat aber in einer Email eingeladen, ab September wieder mit dem Singen zu beginnen und zitiert dabei aus Kolosser 3,16: „Lasset das Wort Christi reichlich unter euch wohnen in aller Weisheit. Lehret und ermahnt euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen Liedern und singet dem Herrn in euren Herzen.“
Zurück zum Sonntag: Nach den Dankreden von Thomas Mitwollen und unserem Gemeindeleiter Thomas Lange, der einen riesigen goldenen Notenschlüssel übergab, hat die ganze Gemeinde für Manfred Hoefs ein extra für diesen Anlass getextetes Lied gesungen nach der Melodie: Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren.

Danket dem Manfred, der alle so gut dirigieret!
Der mit uns übt, mit uns singt und so gern musizieret!
Mit Fleiß und Treu‘ lädt er uns immer auf’s neu
zu frohem Loben und Singen.

Lobet den Herren, der Manfred so sichtbar gesegnet.
Der ihn mit Gaben beschenkt und durch Liebe begegnet.
Danken wir Gott mit Wort und heller Musik.
Stimmt an das Lied seiner Güte!

Lobet den Herren, der Manfred und Christa begleitet.
Sie zur Gemeinde geführt und ihr Leben geleitet.
In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott
über sie Flügel gebreitet!

Nach Schluss des Gottesdienstes war die ganze Gemeinde eingeladen zu einem Glas Sekt, Kaffee, Tee und Zeit zu Rückblick, Reden und Lachen.

Uta Hildebrand

Open-Air-Familiengottesdienst am 8. Juli im Gemeindegarten

Dieses alles ist ein Geschenk Gottes und nicht euer eigenes Werk!

Unser Gemeindegarten war nicht nur wie immer eine Augenweide, dieses Mal gab es dazu noch einen Ohrenschmaus. Man hörte die Band von Reinhard Bortmann schon als man sich der Gemeinde näherte.
Das Wetter war auch so gut, dass der Gottesdienst wie geplant im Freien stattfinden konnte. Große und kleine Leute, mit Hut oder ohne, im Kinderwagen oder auf eigenen Beinen, besetzten die Stühle. Auf dem Tisch stand ein wunderschöner Blumenstrauß aus Schacks Garten. Thema des Gottesdienstes war der Segen, der Abraham und allen seinen Nachkommen von Gott zugesprochen worden war. Und es ging um die Liebe Jesu, besonders auch zu den Kindern. Die Kinder sorgten dann auch für pure Quietschfreude.
Im Predigtdialog mit Anja Bär übte sich auch ganz schell Ratjens neues Familienmitglied Olaf (mit ffff !). Er hatte schon so seine Probleme mit den kleinen Tieren aus der Bibel, die „Nomaden“ heißen. Und er wollte wissen, warum heute nicht alle Kinder gesegnet werden könnten. Ich glaube, Anja Bär hat ihm da die passenden Antworten gegeben.
Dann wurde Jara-Sophie Zoe, die kleine Tochter von Kai und Jessica Hoffmann, gesegnet. Als Paten hatten die Eltern Maik Haitsch mitgebracht. Na, das war vielleicht eine Wiedersehensfreude mit den alten Weggefährten aus der Jugend. Zum Schlusslied durften dann alle Kinder und solche, die es nicht lassen konnten, Seifenblasen machen, die Olaf und Lisa vorher verteilt hatten.
Die Flo-Band mit Sängerin Anna und die Oldie-Band haben den Gottesdienst toll mit ihrer Musik begleitet.
Anschließend wurde zum Essen eingeladen. Die Hüpfburgen wurden wieder aufgepustet. Es gab Würstchen, Salate, Kaffee und Kuchen. Da wurde geredet, geschminkt, gehüpft, gegessen, gelacht und zwischendurch flogen immer noch ein paar bunte Seifenblasen.
Irgendwann musste der Bonschenmann kräftig Federn lassen und dann………fielen leider ein paar Regentropfen.
Schnell wurden große Folien über die Hüpfburgen gezogen und der harte Kern rückte unter dem Freisitz zusammen. Viele fleißige Helfer sorgten für den Abwasch und das Aufräumen.
Als der Schauer endlich mal nach ließ, wurden die Hüpfburgen getrocknet, gesäubert , zusammengerollt und unter viel Gekicher und Gestöhne in den Anhänger gepackt.
Dann kam der nächste Regenguss. Aber da saßen die letzten Aufrechten schon trocken unterm Dach und kühlten die Kehlen.
Olaf konnte dann auch endlich in seine Karre und mit einem Kuchenblech als Regenschirm den Heimweg antreten.
Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben. SCHÖN wars und nächstes Jahr machen wir wieder mit!

Ulla Ratjen

Erlebnisgarten

Vom 6.-8. Juli gab es in unserem Gemeindegarten was zu sehen und zu erleben; denn unsere Gemeinde hat „Kirche buten“ zu sich eingeladen. Hierbei handelt es sich um Projekt, das sich vollständig „Kirche buten un binnen“ nennt. Bei diesem Projekt wird verschiedenen Gemeinden in Norddeutschland ein Anhänger geliehen, der viele tolle und lustige Spielgeräte für Kinder und Jugendliche enthält. Es gibt einen Anhänger für Kirche binnen (bei uns war das der Winterspielplatz Anfang Februar) und einen Anhänger für Kirche buten.
Da der Winterspielplatz so beliebt war haben wir gleich den Anhänger für Kirche buten bestellt und einen Erlebnisgarten aufgebaut. Es gab eine Hüpfburg, Pull-Bull-Riding, Bungee Run, eine Slackline und vieles mehr.
Um diesen Garten auf die Beine zu stellen gab es ein Team aus mehreren Gemeindemitgliedern, die sich bereit erklärt haben zu organisieren, aufzubauen, Kaffee zu kochen oder Nachtwache zu halten. Und der Aufwand hat sich gelohnt, denn es waren einige Kinder da, um diesen Erlebnisgarten auszuprobieren und ich denke, dass es allen Beteiligten sehr viel Freude bereitet hat.
Am Sonntag gab es außerdem einen Familiengottesdienst, bei dem wir auch einige Besucher des Erlebnisgartens wiedergesehen haben.
Anna-Marie B.

SEDERFEIER am 4.4.2012

Am Gründonnerstag erlebten 19 Kinder und Erwachsene eine beeindruckende Sederfeier im sonnendurchfluteten Kellerraum, dem sogenannten „roten Salon“.
Anja Bär und ihre Freundin – Christin jüdischen Ursprungs – zelebrierten die Erinnerungsfeier an den Auszug der Israeliten aus Ägypten nach einer vorgegebenen Sederordnung. Passende Texte aus dem Alten und Neuen Testament wurden von Teilnehmern vorgelesen und Gebete auf deutsch und hebräisch gesprochen. So konnte ich mir das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern gefeiert hat, lebhaft vorstellen. Unsere Feier wurde ergänzt durch Hinweise auf Jesu Leiden als Lamm Gottes – wie auch messianische Juden das Fest gestalten.
Da das Passah-Fest ein Symbol der Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei darstellt, für uns Christen die Befreiung von Sünde durch Jesus, durfte trotz der Feierlichkeit auch gelacht werden. Die fröhliche
Stimmung hielt gut drei Stunden an, ganz bestimmt auch wegen der selbst zubereiteten jüdischen Leckereien der Hauptmahlzeit.
Es hat mich besonders beeindruckt, ein rituelles Fest mit über 3000-jähriger Tradition mitzufeiern, das die jüdische Diaspora überdauert hat und mit dem Wunsch endet, das nächste Fest in Jerusalem zu feiern. So ist mir richtig deutlich geworden, welch jahrtausendelang gehegte Hoffnung in alle Welt verstreute Juden damit zum Ausdruck bringen: Jerusalem, der Heilige Ort für Juden, aber auch für Christen und Muslime.
Mögen alle das Recht haben, ihren Glauben dort in Frieden zu leben!

Lisel Onken