Sei stille dem Herrn

„Sei stille dem Herrn und warte auf ihn“ Ps 37,7

Zeiten der Stille und Zurückgezogenheit, ja Wüstenzeiten, sind Zeiten der Veränderung, Zeiten der Vorbereitung für neue Wege.

Ich studierte einst Betriebswirtschaftslehre auf Lehramt – es scheint eine Ewigkeit her zu sein. Und ich beendete das Studium vorzeitig – auch das ist lange her. Doch ich erinnere mich noch genau, wie schwer es mir fiel, diese Entscheidung zu treffen. Ich wollte mir diese Niederlage nicht eingestehen. Zwar wusste ich längst, dass ich am falschen Platz war, dich wo der richtige war, davon hatte ich keine Ahnung. Es war eine Zeit der inneren und äußeren Unruhe und ich suchte und lenkte mich ab und suchte wieder und lenkte mich wieder ab. Und dann wurde mir klar, dass es nur einen Weg aus dieser Misere geben könne. Ich musste Gott suchen, musste mir Zeit nehmen, um auf IHN zu hören und eine Antwort auf meine Ratlosigkeit zu finden. Also nahm ich mir – nach Absprache mit meiner Familie – eine Auszeit aus meinem Alltag, von meiner Familie, meinen Freunden und dem Studium sowieso.

Ich wurde still, fastete, las in der Bibel und befragte Gott. Es dauerte lange, bis ich zur Ruhe kam. Es dauerte lange, bis ich wirklich still wurde. Ein bisschen kam ich mir vor wie Elia, der weder im Orkan, noch im Erdbeben uns auch nicht im Feuersturm Gott fand. Erst als es still wurde, als ein sanftes Säuseln kam begegnete Elia Gott. Erst als es äußerlich und innerlich ganz still wurde, konnte ich Gott begegnen und ihn hören. Mir wurde deutlich, dass ich dieses Studium abbrechen kann, darf und muss, weil ich eine andere Aufgabe habe. Zu diesem Zeitpunkt war ich 29 Jahre alt, hatte bereits zwei Kinder und das Gefühl, verantwortungslos zu handeln, wenn ich nun nochmal was anderes mache, statt endlich finanziell zum Haushalt beizutragen. Aber es war eindeutig. Gott hatte mir gesagt: Hör auf mit den Dingen, zu denen du nicht berufen bist! Also hörte ich auf. Ein gutes Jahr später begann ich Theologie zu studieren, mit Gottes Segen und der Gewissheit, dass dies meine Berufung ist.

Wir suchen nach der Berufung unserer Gemeinde hier in Bremen-Lesum. Wir wissen, dass Gott uns einen Auftrag gegeben hat, dass wir als seine Gemeinde für die Menschen hier relevant sein sollen. Es gibt eine Menge Idee, viel Kreativität und ich habe nicht vor, diese zu bremsen oder zu unterbinden. Im Gegenteil, ich wünsche mir sehr, dass wir sie in die richtigen Bahnen lenken, dorthin, wo Gott uns haben will. Und dass wir dann mit allem uns zu Verfügung stehenden Ideenreichtum am Reich Gottes bauen.

Bevor wir loslegen können, müssen wir jedoch einen Weg finden. Wir haben festgestellt, dass das Gebet eine ausgesprochen wichtige Grundlage ist, um unseren Auftrag zu erkennen. Gebet, das nach unserer Berufung, unserer Aufgabe fragt, das die Menschen in Bremen, denen Gott begegnen will, einschließt; Gebet, dass die Beziehung zu Gott, zu Jesus, unserem Herrn, vertieft; Gebet als Teil von Stille nach hebräischer Denkart: Ein Lebensstil, in dem der Einzelne eine innere ganzheitliche Entfaltung erfährt: gegenüber Gott, sich selbst und auch dem Nächsten. In der Stille wächst die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Hilfe anzunehmen und auf die eigenen Möglichkeiten und Grenzen zu achten, um den Aufgaben und Herausforderungen im Alltag entsprechen zu können.

Das Jahr 2010 soll ein Jahr der Stille werden, ein Jahr, in dem wir uns von Gott neu inspirieren lassen, seinen Weg für uns suchen und auch finden wollen.

Es kann sein, dass wir eine Weile warten müssen, bis wir eine Antwort bekommen. Doch Gott wird antworten, er wird uns unseren Auftrag verdeutlichen. In Psam 37,7, betet der Psalmist: Sei stille dem Herrn und warte auf ihn.

Ich wünsche mir für das Jahr 2010, dass wir uns darauf einlassen, Gott in der Stille zu suchen, auf ihn zu warten und ihm zu begegnen. Ich wünsche mit und bete darum, dass wir uns in der Ruhe von ihm aufrichten lassen und im Gebet seinen Auftrag für uns hören.

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gesegnete, besinnliche Adventszeit und einen ebensolchen Start ins neue Jahr.

Anja Bär

Unsere neuen Hausmeister

Am Sonntag den 01.11.2009 wurden sie der Gemeinde vorgestellt. Am Montag, wen trifft man in der Auferstehungskirche? Antwort: Tatjana Simon. Am Dienstag, wen trifft man in der Auferstehungskirche? Antwort: Tatjana Simon, aber nicht alleine, sondern mit Andreas, ihrem Mann. Und so könnte ich das fortsetzen: Mittwoch, Donnerstag usw.
Und wer sind nun diese fleißigen Leute? Tatjana und Andreas Simon sind seit dem 1. November 2009 unsere neuen Hausmeister. Warum gerade sie? Weil wir uns vom ersten Augenblick an sympathisch waren und in allen organisatorischen Fragen gleich volle Übereinstimmung fanden. Und noch ein Grund: Wir brauchen uns bei den männlichen Mitgliedern der Familie nur einen Vornamen zu merken, denn Opa, Vater und Sohn heißen alle Andreas, wie praktisch für uns.

Liebe Familie Simon, wir begrüßen Euch als neue Hausmeister, heißen Euch herzlich willkommen und freuen uns über Eure Bereitschaft, unsere Auferstehungskirche mit Gartenanlage sauber und in Ordnung zu halten. Wir sind überzeugt, mit beiderseitigem Verständnis wird das gelingen.

Nach Beendigung der Renovierungsarbeiten in der Hausmeisterwohnung werden sie dann auch vor Ort wohnen.
Geplant ist dafür der 01.01.2010.
An dieser Stelle möchte ich auch Mira und Günther Kluge ein herzliches Dankeschön sagen für die sofortige Bereitschaft, im September und Oktober die ihnen so gut bekannte Arbeit noch einmal zu übernehmen und Familie Simon in die neuen Aufgaben einzuweisen. Es ist schon toll, dass wir mit ihnen zwei exzellente Fachleute haben, die auf alle Probleme eine Antwort wissen. Noch eins zum Schluss: Jeder neue amerikanische Präsident bekommt beim Amtsantritt eine Schonfrist von 100 Tagen. Die soll Familie Simon auch haben.
Wer einen Verbesserungsvorschlag hat, sage ihn bitte mir. Ich werde ihn dann zu gegebener Zeit weiterleiten.
Manfred Hoefs

Mitarbeiterfest am 30. Oktober

Eine Premiere (mit Option auf Wiederholung): Die Mitarbeit in der Gemeinde und die sich einbringenden Menschen mit einem Fest zu würdigen, das war schon ein toller Einfall unseres Vorstandes! Das kann man gar nicht genug loben, und mir gehen hier die Worte aus, was bei mir so außergewöhnlich ist wie das ganze Fest! Es fing ja auch gleich locker an mit Manfreds Bibelstellen-Tisch-Partnervermittlung ohne Widerrede – war ja nicht auf Lebenszeit! Dass an diesem 30. Oktober Weltspartag war, konnte man der festlich gedeckten Tafel mit herrlichem Essen und Trinken in keiner Weise anmerken, ganz im Gegenteil: Es gab mehr als genug, und nur die Auffassungsgabe unserer Mägen setzte Grenzen. Zu diesem gelungenen Abend trug auch die zwanglose Atmosphäre ohne starres Programm bei. Nach dem Essen wurden einfach die Plätze gewechselt, und viele der zuvor gern eingenommenen Kalorien verwandelten sich auf wundersame Weise in Worte und suchten eine neue Bleibe in den gegenüber sitzenden Ohren. Ein besonderer Dank gebührt vor allen Dingen denen, die mit fleißigen Händen alles auf-, abgedeckt und abgewaschen haben und immer wieder liebevoll für Nachschub an „flüssiger Nahrung“ sorgten. Am nächsten Morgen sprach ich zu meiner Waage: „Nun meckere nicht rum, dieses Fest musste sein!“ Die Waage nickte wackelnd und schwieg – das war ihr Glück!

Mitarbeiterfest1

Edelhard Callies

Gemeindeunterricht – die zweite

Das erste Mal ist vorbei und es war toll.

Wir haben miteinander gespielt, gegessen, geredet, in der Bibel gelesen und wieder geredet, gespielt und gegessen.

Wie sieht ein Mensch aus, der an Gott glaubt? Kann man das an irgendetwas erkennen oder vor allem an dem, was dieser Mensch sagt? Wie ist es, wenn Menschen Gott begegnen? Passiert dann was und wenn ja, was? Warum lässt sich ein gestandener Fischer überzeugen, mitten am Tag zum Fischen zu fahren? Und welche Rolle spielen Freunde?

Dieser und mehr Fragen haben wir versucht, auf den Grund zu gehen. Wir haben nicht auf alles eine Antwort gefunden und das ist auch gut. Und doch oder gerade deshalb hatten wir wirklich Spaß.

Das nächste Mal treffen wir uns zur selben Zeit am 28.11.2009 – wieder in der Gemeinde.

Wer dazu kommen möchte, ist herzlich eingeladen.

Ordinationsgottesdienst

Am 23.August ’09 wurde Anja Bär zur Pastorin der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Bremen Lesum ordiniert. Mit ihrem Ehemann Alexander Bär und den drei Kindern Anna-Marie, Alina und Amelia ist die Familie von Berlin – Anja legte dort am Theologischen Seminar in Elstal ihren Master in Theologie ab – nach Bremen gezogen. Die Ordination wurde von Pastor Dr. Stefan Stiegler …….. Ausführlicher Bericht von Annegret Meyer: Ordination.pdf

Hast du schon mal ein Haus gebaut?

Ja, hast du? Ich noch nicht, doch nach dem letzten Sonntag weiß ich: „Trau dich ran, fang einfach an, dann wirst du sehen, was man alles so kann!“

Wir feierten ein Fest. Einen Festgottesdienst. Viele Gäste waren da, vom hohen Norden bis in den Südharz, von Ostfriesland bis Berlin – sie kamen und feierten mit uns.

Dr. Stefan Stiegler, Vorstand des Albertinen-Diakoniewerkes in Hamburg, hielt die Festpredigt zu dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 25. Wir alle haben Gaben/ Talente von Gott bekommen, mit denen wir wuchern sollen. Sie zu vergraben, wie es in dem Gleichnis geschieht, würde bedeuten, das Geschenk als solches zu ignorieren. Dr. Stiegler machte uns darauf aufmerksam, dass es nicht auf die Menge der Begabungen ankommt, sondern darauf, diese einzusetzen. Dann zeigte er uns, was wir für verquere, ja absurde Gottesbilder haben. Es gab einiges zu lachen und vieles zum Nachdenken. Und schließlich machte er deutlich, dass wir, als Gemeinde Gottes, unsere Begabungen nur zusammen eingesetzt gebrauchen können. Unsere Begabungen sind nicht für unsere Selbsterfüllung da, sondern um sie für die Menschen anzuwenden. In der Gemeinde gibt es die unterschiedlichsten Begabungen und sie zusammen machen das Leben bunt.

Grund für den Festgottesdienst am vergangenen Sonntag war meine Ordination. Es war ein toller Tag, mit einer großartigen Predigt, einer sehr festlichen Ordination, ausgesprochen vielen wunderbaren Begegnungen, schönen und nachdenkenswerten Grußworten, wunderschönen Blumen und tollen Geschenken. Und ich habe unendlich viel Grund, dankbar für diesen Tag zu sein.

Ich danke Gott, meinem Vater im Himmel, der mir den Weg bis hierher, nach Bremen-Lesum ebnete und uns als Familie herführte.

Ich danke der Gemeinde, die mir das Vertrauen entgegenbringt, dass wir gemeinsam Gemeinde Gottes bauen können.

Ich danke meiner Familie, die viel ausgehalten und zum Teil schwer an den Aufgaben mitgetragen hat, die ein Studium mit sich bringt.

Ich danke meinen Freunden, die mir immer wieder Unterstützung und Ermutigung gaben.

Nun geht es also los und ich bin sehr gespannt, was wir gemeinsam hier in Bremen-Lesum erleben werden. Was ist unsere Aufgabe, wie können wir für unsere Nachbarn relevant werden? Wo sind die Baustellen, die wir gemeinsam angehen und bearbeiten werden?

Trau dich ran, fang einfach an! Mit diesen Worten aus einem Kinderlied, wurden wir ermutigt, unseren Begabungen und Talenten entsprechend tätig zu werden. Also packen wir es an. Ich freue mich sehr auf das, was wir miteinander bewegen werden.

Anja Bär

Ein großes AAAAA!

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Am Sonntag, den 2. August 2009, durften wir nun endlich Familie Bär bei uns in der Gemeinde begrüßen!

Die „Baustelle Gemeinde“ war gut durch Blinklichter und Flatterband gekennzeichnet, so dass erfreulich viele Besucher den Weg zum Gottesdienst fanden.

Mit viel Humor und Kreativität stellten sich die Gruppen der Gemeinde vor. Als erstes hörten wir die wunderbare Geschichte von den wachsenden Buchstaben, die den schönen Buchstaben „A“ hervorbrachten.
Viele schöne Namen beginnen mit „A“: Anja, Amelia, Anna-Marie, Alina, Alexander..!

Verschiedene Gruppen der Gemeinde hatten herzliche Willkommensangebote für Familie Bär vorbereitet:
Die Jugend lud sie als VIP-Gäste zum Wii-Abend ein. Von der Seniorengruppe gab’s einen dicken Strauß Rosen, verbunden mit einer herzlichen Einladung zum Frühstück. Der Chor besang die Schönheit Lesums, und der Männerkreis sang mit Begleitung eines Schifferklaviers eine Einladung speziell für Alexander. Er wurde zu einer Torfkahnfahrt mit anschließendem Schmaus eingeladen.
Die Kinder luden die Bären mit einem Schwarm Schmetterlinge ein und freuten sich über den Zuwachs im Kindergottesdienst. Die vielen Teilnehmer der Bibelgesprächsgruppe wurden durch einen erheiternden Beitrag von Nathanael, dem jüngsten Mitglied der Gruppe, vertreten.
Vom Gemeindeleitungskreis wurde das Gemeinderegister samt Stempel und Siegel der Gemeinde überreicht, verbunden mit einer Einladung zur Vorstandssitzung.

Die Gemeinde kreierte einen wundervollen Jahreszeiten-Kalender, in dem jeder sein persönliches Willkommensgeschenk unterbringen konnte. Das ging vom Babysitten bis zum Grünkohlessen – die Bären werden viel rumkommen in der nächsten Zeit!!!

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es ein Grillfest, das, nachdem sich erfreulicherweise die Wolken verzogen hatten, mehr oder weniger nach draußen verlegt wurde. Es war Zeit zum Kennenlernen, Quatschen, Beschnuppern und Begrüßen, was auch bei Kaffee und Kuchen noch fortgeführt wurde.

Alles in allem war dieser Sonntag genau das, was er sein sollte: Ein großes, warmes, lächelndes
HERZLICH WILLKOMMEN FAMILIE BÄR!!!

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Anja Doh.

Blick zurück mit Danken

Christen sollen nach vorn orientiert sein und nicht zurückschauen und trotzdem – danken lohnt sich immer. Zuallererst danken wir unserem Gott, der uns durch die predigerlose Zeit begleitet hat, der uns Mut machte und uns mit Seinem Geist geleitet hat.
Zu danken haben wir auch allen, die sich eingesetzt haben, so dass die Gemeindearbeit munter weitergeführt werden konnte.
Es war, als ob ein Ruck durch die Gemeinde ging, der unsere Kräfte gebündelt und uns mobilisiert hat. An 7 Punkten will ich aufzeigen, was wir in den 20 Monaten erlebt haben.

1. Tun, was notwendig ist – F. v Assisi sagt: Beginne mit dem, was notwendig ist, dann tue dein Möglichstes und plötzlich wirst du das Unmögliche vollbringen. Wir haben viele Talente entdeckt bei uns selbst und auch bei anderen. Wer sich einsetzen ließ, konnte sich voll entfalten. Und Gott schenkte das Gelingen.

2. Erfüllung finden – Was inspiriert uns und gibt unserem Leben einen Sinn? Ich glaube, dass uns die Wurzeln im Glauben gehalten haben. Wir finden Erfüllung, wenn wir uns an Jesus Christus orientieren und aus der tiefen Verwurzelung im Glauben unsere Kräfte schöpfen.

3. Veränderungen erträumen – Um Großes zustande zu bringen, müssen wir nicht nur arbeiten sondern auch träumen; nicht nur handeln, sondern auch glauben. Wir haben in unseren Gebeten vor Gott unsere Wünsche und Träume zur Sprache gebracht und haben bei IHM Verständnis gefunden.
Danke für die Pastorenfamilie Bär.

4. Sensibilität für andere – Diese Tugend ist gewachsen in den vergangenen Monaten. Wir merkten: Jetzt sind wir gefragt.
Wenn wir uns nicht kümmern, verkümmern wir. Helft und ermutigt euch gegenseitig und zieht alle an einem Strang – so drückt Paulus es im Epheserbrief 2 aus.

5. Den Sinn erkennen – Beim Bau eines Domes wurden drei Steinmetze nach ihrer Arbeit gefragt. Der erste antwortete:
„Ich behaue Steine.“ Der zweite sagte: „Ich verdiene meinen Lebensunterhalt.“ Der dritte sprach: „Ich baue am Dom.“ Es kommt darauf an, den Blick für das Ganze zu weiten. Wenn wir nur auf das schauen, was wir tun oder was andere tun, sind wir arm dran. Wir sind Teil des Ganzen. Wir können nicht alles machen. Aber wir können auf das schauen, was Gott tut, dann kommen wir zu einer vertrauensvollen Gelassenheit.

6. Einschätzen ohne sich zu überschätzen – Als Jesus seine Jünger paarweise ausgesandt hatte (s. Markus 6) erwartete er sie zu einer Abschlussbesprechung. Jeder konnte berichten, was ihm wichtig war und was nicht gelungen war. Wir können auch nicht behaupten, dass uns alles gelungen wäre. Und dass uns nichts gefehlt hätte. Jeder hat, so gut er konnte, angepackt.
Das hatten die Jünger auch. Aber das Reden darüber half ihnen, es zu verarbeiten. Das haben wir am Sonntag im Gottesdienst auch getan und es hat uns gut getan.

7. Kunst des Ausruhens – Im Anschluss an die Dienstbesprechung verordnet Jesus seinen Jüngern eine Ruhepause. Jesus wusste: Oasenzeiten sind nötig für die Gesundheit und das Arbeitsklima. Der Plan war gut, aber leider nicht durch zu führen, denn es standen 5000 Menschen am geplanten Ruheort
und wollten das Evangelium hören. Jesus und die Jünger sehen sich vor neue Aufgaben gestellt und packen sie an samt Versorgung von allen mit Brot und Fisch.
So kann es uns auch gehen.

Christa Hoefs

Atempause

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.
Psalm 23,1-3

„Der Herr gibt mir für meine Arbeit das Tempo an.
Ich brauche nicht zu hetzen.
Er gibt mir immer wieder einen Augenblick der Stille,
eine Atempause, in der ich zu mir komme.
Er stellt mir Bilder vor die Seele,
die mich sammeln und mir Gelassenheit geben.
Oft lässt er mir mühelos irgendetwas gelingen und es
überrascht mich selbst, wie zuversichtlich ich sein kann.
Ich merke: Wenn man sich diesem Herrn anvertraut,
bleibt das Herz ruhig.
Obwohl ich viel zu viel Arbeit habe,
brauche ich doch den Frieden nicht zu verlieren.
Er ist in jeder Stunde da und in allen Dingen.
Und so verliert alles andere sein bedrohliches Gesicht.
Oft – mitten im Gedränge – gibt er mir ein Erlebnis,
das mir Mut macht.
Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reichte,
und dann ist der Friede da und eine tiefe Geborgenheit.
Ich spüre wie meine Kraft dabei wächst,
wie ich ausgeglichen werde und mir mein Tagwerk gelingt.
Darüber hinaus ist es einfach schön zu wissen,
dass ich meinem Herrn auf der Spur bin, und dass ich,
jetzt und immer, bei ihm zu Hause bin.“ (Toki Miyaschina)

Nach der predigerlosen Zeit wünschen wir uns als Gemeinde eine Atempause. Das ist selbstverständlich. Wir haben getan, was notwendig war und haben es gern getan. Wir haben uns von ganzem Herzen einen neuen Seelsorger gewünscht und fühlen uns jetzt reich beschenkt.

Darum wünsche ich uns allen Atempausen, wo sie notwendig sind. Ich wünsche sie aber auch und vor allen Dingen für unsere Pastorin Anja Bär. Gönnt ihr eine Zeit des Einlebens, damit sie in Ruhe ihren Weg finden kann. Ihr und uns allen gilt:
Nimm dir Zeit zum Arbeiten, es ist das Geheimnis deines Erfolges.
Nimm dir Zeit zum Erholen, es ist die Quelle deiner Kraft. Nimm dir Zeit, herauszufinden, wann das eine oder das andere dran ist.

Christa Hoefs

Sie sind da

Baer

Mit der Hilfe von vielen fröhlichen Kisten- und Möbelträgern aus der Gemeinde ist am 18. Juli Familie Bär in ihre neue Wohnung im Gemeindehaus eingezogen. Wir sind froh und dankbar,

– dass die Fahrt von Berlin nach Lesum unfallfrei verlaufen ist
– dass es den ganzen Umzugstag nicht geregnet hat
– dass sich keiner beim „Schleppen“ verletzt hat
– dass fleißige Hände für gutes Essen gesorgt haben.