SpielKaffee

Im Winter, wenn die Spielplätze unbrauchbar sind, die Kinderzimmer zu klein, der Bewegungsradius von Eltern und Kind extrem begrenzt, sind immer montags, von 15-17.30 Uhr, Kinder zwischen 0 und 6 Jahren mit ihren Eltern, Großeltern, Nannys oder anderen Begleitpersonen in unsere Räume eingeladen, um zu spielen, zu toben und anderen Kindern mit deren mitgebrachten Erwachsenen zu begegnen.

Es gibt warme und kalte Getränke, Kuchen und Kekse und jede Menge Spielzeug. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über eine Spende für Speisen und Getränke. Ihr könnt natürlich gern selbst was Ess- und Trinkbares mitbringen.

Wichtig sind ein paar Hausschuhe oder Stoppersocken.

Wann beginnt die nächste Saison? Das sagt Dir auf jeden Fall unser Terminkalender.

Dann sehen wir uns hoffentlich im

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Der Herr ist freundlich dem, der auf ihn harrt und dem Menschen, der nach ihm fragt.

Es gibt Zeiten, in denen wir jubeln und tanzen möchten, so reich und erfüllt erleben wir unser Leben. Wir können uns nicht vorstellen, dass es jemals anders sein könnte und aller Lebenserfahrung zum Trotz fühlen wir uns auf der Gewinnerseite.
Und dann erleben wir Zeiten, in denen wir schreien, toben, weinen, klagen möchten und es auch tun. „Wo bist Du Gott?“, möchten wir fragen, oder auch „Warum passiert mir genau dies?“ – wenn wir mutig sind, dann tun wir das auch. Häufig kommen dann Zweifel: „Darf ich das? Muss ich nicht vielmehr voller Demut annehmen, was Gott mir auferlegt hat?“ und „Was bringt die Frage nach dem Warum überhaupt? Sollte ich nicht lieber Wozu fragen?“. Ich kann solche Zweifel gut verstehen, hat doch der Apostel Paulus im Brief an die Gemeinden in Rom bekannt, dass denen, die Gott lieben alle Dinge zum Besten dienen (zum Nachlesen: die Bibel, Brief an die Gemeinden in Rom, Kap. 8,28). Also auch die Dinge, die Kummer und Leid hervorbringen oder?

Der Monatsspruch für Oktober ist ein Zwischenruf, eine Erkenntnis mitten in der Klage, vielleicht einer der Gründe für die Aussage des Paulus (s.o.) Er steht in den Klageliedern im Alten oder besser Ersten Testament die von dem großen Verlust Jerusalems und dem damit zusammenhängenden Leid handeln. Fünf Lieder beschäftigen sich damit. Themen sind: die Verwüstung Jerusalems, der Zorn Gottes, die Gefühle der Hinterbliebenen. Ein ganzes Buch voll Klage und mittendrin dieser Zwischenruf, dieser Vers, der, im Zusammenhang gelesen, durchaus verwirren kann:
Dies nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch: Die Güte des HERRN ist’s, dass wir nicht gar aus sind, seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist groß. Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf ihn hoffen. Denn der HERR ist freundlich dem, der auf ihn harrt, und dem Menschen, der nach ihm fragt.

Wie passt das zusammen, das große Wehklagen und plötzlich solch ein Hoffnungsschimmer, solche Zuversicht?
Wann immer ich Menschen in Leidsituationen erlebe, stelle ich fest, dass diese kaum in der Lage sind, nach vorn zu schauen. Oft sind Worte fehl am Platze, Schweigen ist angemessener. Was soll man auch sagen ohne hohl zu klingen?
Die Klagelieder und auch diverse Klagepsalmen können uns hier eine Hilfe sein. Denn zunächst werden wir ermutigt zu klagen, unsere Gefühle, gerade auch das Warum zu formulieren, es vor Gott zu tragen, in dessen Händen die ganze Welt liegt. Wir dürfen also klagen und wir dürfen uns auch darin üben, die Klage des Anderen auszuhalten.
Wenn die Klage sich dabei an den wendet, der unser Leben und damit auch unseren Schmerz in seinen Händen trägt, dann wird die Klage sich in Zuversicht verwandeln. Wenn Gott der Adressat unserer Klage und unseres Schmerzes ist, dann werden wir erkennen, dass ER tatsächlich freundlich ist, dass wir IHM nicht egal sind. Dann wird aus unserer Klage die Erkenntnis wachsen, dass der HERR freundlich ist dem, der auf ihn harrt, dem der nach ihm fragt.

Anja Bär

Jugendsegnung

War das ein Fest. Die GuKis – zumindest ein großer Teil von ihnen – feierten ihre „Entlassung“ aus dem Gemeindeunterricht.

Entlassung, das klingt ein wenig wie Befreiung aus dem Gefängnis oder von Belastungen. Diese Assoziation ist jedoch sehr unangebracht, denn als Gefängnis und/oder Belastung konnte man die vorausgehenden zwei Jahre Gemeindeunterricht wahrlich nicht bezeichnen. Wir haben in der Zeit viel miteinander geredet, gesungen, gearbeitet, gespielt, in der Bibel gelesen und aneinander und miteinander gelernt. Deswegen feierten wir am 9. Oktober keinen Entlassungsgottesdienst, sondern einen Jugendsegnungsgottesdienst.

Und der konnte sich wirklich sehen lassen.

Die Jugendlichen wollten ein letztes Mal in vertrauter Runde zusammen sitzen und hatten aus diesem Grund einen Teil des Jugendraums im „Altarraum“ aufgebaut: Sofas, ein Tisch, eine Stehlampe, jede Menge Kram auf, unter und neben dem Tisch. Man kam sich vor wie an einem ganz normalen GuKi-Samstag im Jugendraum.

Die GuKis saßen auf den Sofas, schauten sich die Leute an, machten sich Notizen und schienen so im Rampenlicht eine Menge Spaß zu haben. Ein besonderer Gottesdienst kündigte sich auf diese Weise an. Und das war er auch. Die Liturgie, Lieder, Gebete, Bekanntmachungen, Geburtstagsgrüße, Musikvorträge, Bildpräsentationen und das Theaterspiel nahmen den Gottesdienstteilnehmer mit in die Welt der jungen Leute. Es war ein Feuerwerk an Kreativität, Engagement und Freude, das wir erleben konnten. Jedes Wort, das gesprochen wurde, jede Geste, jedes Lächeln und die Lässigkeit waren Laureen, Anna-Marie, Tassillo, Alina und Liane pur.

Wir sangen die Lieder, die den GuKis am meisten gefallen, hörten, welche Dinge sie in den vergangenen zwei Jahren beschäftigten, gewannen einen Einblick in das Geschehen des Gemeindeunterrichtes. Wir sahen eine Menge Fotos und konnten entdecken, wie sehr sich die Kinder in den vergangenen zwei Jahren verändert haben. Sie sind erwachsener geworden. Laureen und Liane erzählten, was sie von den anderen Weltreligionen wussten. Alina und Tassillo zeigten uns mit dem „kleinen ich bin ich“, wie besonders jeder Mensch ist. Anna-Marie moderierte einen Großteil der Übergänge und sang mit der Band und der Gemeinde.

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn wurde als Theaterstück in drei Akten auf die heutige Zeit umgeschrieben. Es machte die Spannung deutlich, die erwachsen werdende Kinder und ihre Eltern erleben und aushalten müssen: Kinder, die ihren Weg finden und Eltern, die ihre Kinder gehen lassen müssen. Und über und in allem Gott, der sich von unserer manches Mal ablehnenden Haltung ihm gegenüber nicht irritieren lässt. Gottes große Liebesgeschichte mit uns Menschen hatte es den GuKis angetan.

Eine Kurzpredigt in zwei Teilen ergänzte das Theaterstück und bot eine Grundlage für die Jugendsegnung, die in gewisser Weise der Höhepunkt des Gottesdienstes war.

Laureen, Anna-Marie, Tassillo und Liane wurden gesegnet und jeder erhielt ein persönliches Bibelwort, das Zuspruch und möglicherweise auch Wegweisung sein kann.

Es war ein durch und durch gelungener Gottesdienst, der Lust auf mehr von diesen tollen jungen Leuten machte.

Zwei Überraschungen gab es dann noch: Die GuKis luden die Gemeinde im Anschluss an den Gottesdienst zu Kaffee und Kuchen ein und sie bedankten sich bei mir für die zwei tollen Jahre miteinander. Diese Überraschung ist euch wirklich gelungen, ihr Lieben. Und ich denke mit einem lachenden und einem weinenden Auge an unsere intensive und schöne Zeit zurück.

Ich wünsche Euch, dass Ihr Euren Platz im Leben, in der Gemeinde und bei Gott findet und dass Ihr spürt, wie sehr Ihr geliebt seid.

Anja Bär

Glaube am Montag – Salz der Erde

Christ sein, Christsein leben, Glauben leben, auch in der Woche, im Alltag; glauben, dass Gott in jedem, wirklich jedem Moment bei mir ist – was für eine Idee.

Wobei die Idee gar nicht so extravagant ist. Christ ist man ja nicht nur für bestimmte Tage. Christ ist man immer. Und doch scheint es im Alltag zunehmend schwierig, Glauben zu leben, als Christ erkennbar zu sein. Im Beruf, in der Schule, in der Uni, im Verein, wo auch immer wir unterwegs sind und auf Menschen treffen, wir glauben an Jesus Christus, der uns die Liebe Gottes bezeugt. Glaube ist keine Privatsache, die hinter verschlossenen Türen stattfindet. Glaube ist relevant – gerade auch im Alltag.

Doch offensichtlich findet gelebter Glaube zunehmend hinter verschlossenen Türen statt, im kleinen, intimen Kreis, einem Kreis Eingeweihter, Eingeschworener. Und das, obwohl wir in einem Land leben, für das Religionsfreiheit ein hohes Gut ist. Wir können uns ohne Probleme treffen, müssen keine Repressalien befürchten, wenn wir unseren Glauben bekennen. Auch unser berufliches Fortkommen ist unabhängig von unserem Glauben. Warum also scheint es so schwer zu sein, sein Christsein zu leben – auch über den Sonntag hinaus?

Das soziale Engagement, das früher christliche Kirchen ausmachte, wird zunehmend auch von anderen Gruppen in unserem Land übernommen. Es ist schon lange nicht mehr ausschließlich christliche Aufgabe, für die Menschen am Rand der Gesellschaft und des Lebens da zu sein. Im Gegenteil, wer sich heute als Christ sozial engagiert, kann auch schon mal in den Verdacht geraten, seinen Einsatz als missionarisches Einfallstor zu missbrauchen. Und oft genug ist das in der Vergangenheit ja auch so gewesen.

Was ist nun der Kern der christlichen Botschaft in einem Land, in dem Religionsfreiheit herrscht, in dem Toleranz ein hohes Gut ist und die Menschen im Großen und Ganzen mit dem Nötigsten versorgt sind? In einer Gesellschaft, die von Streben nach dem Mehr, Höher, Besser, Weiter über die Maßen bestimmt ist, und in der der Mensch als Geschöpf mit Begrenzungen immer weniger wahrgenommen wird, gilt es, die unbedingte Annahme des Menschen durch Gott zu verkündigen und zu leben, mit anderem Maß zu messen, neue Akzente im Miteinander zu finden.

Die Jahreslosung für 2011 machte dieses „Salz sein“ auf eine schöne Weise deutlich: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“. Seit beinahe einem Jahr hängt an unserer Eingangstür zur Gemeinde das zur Jahreslosung gestaltete Plakat vom Blumenwerfer, einem Motiv von Banksy.

Es ist ein wunderbares Motiv für die anderen Akzente und Werte, die wir setzen und vermitteln können – aufgrund unseres Glaubens an den liebenden Gott, der uns annimmt, wie wir sind. Diese Botschaft ist revolutionär, gerade in unserer Zeit und in unserer Welt. Es lohnt sich, sie zu glauben, zu leben und weiterzuerzählen.

In der Bergpredigt sagt Christus: Ihr seid das Salz der Erde. Das ist keine „Es-könnte-dereinst-sein“-Ansage. Nein, es ist klar und deutlich: Ihr seid das Salz der Erde!  Egal was du tust, egal, wie du reagierst, wie du dich entscheidest: Du bist das Salz. Die Frage lautet nicht, ob du Salz sein willst. Die Frage ist, wo, an welcher Stelle du es bist und sein willst?

Ob im Beruf, in Schule oder Uni, ob im Verein oder im Elternbeirat: Immer sind wir Salz der Erde. Immer sind wir Christusgläubige. Der Wirtschaftspädagoge Walter Dürr sagt: „Viel zu lange haben sich die Gläubigen aus der Welt zurückgezogen und Politik, Wirtschaft und Erziehung als ‚zu wenig geistlich‘ angesehen. Wenn wir Gott Welt-los machen, dann dürfen wir nicht erstaunt sein, wenn die Welt Gott-los wird.“

Auch angesichts der Frage, wie wir unseren Glauben und Gemeinde im neuen Jahr gestalten und leben wollen haben wir im Mitarbeiterleitungskreis über ein neues Jahresthema gesprochen. Wir haben uns gefragt, ob wir überhaupt wieder ein Jahresthema haben wollen, das uns das Jahr über begleiten und Auswirkungen in die Veranstaltungen und Gruppen der Gemeinde haben soll.

Wir meinten, ja, ein Thema wäre gut und beschlossen gemeinsam, dass wir das Motto: „Glaube am Montag“ aufnehmen wollen, einer Initiative eines überkonfessionellen Netzwerkes, die uns einlädt, Glaube und Spiritualität im Alltag lebendig werden zu lassen.

Glaube am Montag ist ein Entwicklungsprozess, ein Austauschprozess, ein Anfang.

Ihr seid das Salz der Erde! Ihr seid das Licht der Welt! sonntags, montags, dienstags, alle Tage. Lasst uns unseren Glauben und unsere Spiritualität über den Gottesdienst am Sonntag hinaus leben.

Anja Bär

ServeTheCity-Bremen

ServeTheCity-Bremen ist eine Initiative für Menschen, die eine ehrenamtliche Aufgabe suchen, aber keine Idee haben, was zu ihnen passen könnte, was ihnen liegt oder wo ihr Herz schlägt.

Wenn du dich angesprochen fühlst, dann könnte „ServeTheCity-Bremen“ genau das Richtige für dich sein.

Die Idee hinter ServeTheCity-Bremen ist ganz einfach…

viele Menschen in unserer Stadt wollen gerne etwas Gutes tun und anderen helfen, sie wissen aber nicht, wo sie anfangen könnten. Deswegen bleibt es häufig nur bei dem Wunsch. „ServeTheCity-Bremen“ möchte Gelegenheiten schaffen, damit dieser Wunsch konkret werden kann.

und das läuft so:

zuerst wird ein Unterstützungsnetzwerk aufgebaut, dann werden Projektleiter und Mitarbeiter für Einsatzteams gewonnen, mit unterstützungswürdigen Initiativen kooperiert, eigene Ideen realisiert.

Was hast du davon, wenn du mitmachst?

Nix ;-), denn es geht nicht um dich

aber das ist natürlich nur die halbe Wahrheit, denn: Fast nebenbei weitet sich dein Blick für die Stadt, du lernst neue Leute kennen und erlebst, dass Helfen Herzen bewegt, und das ist sehr wertvoll für dich und für andere.

Weltgebetstag 2011 – Wie viele Brote habt ihr?

Frauen aller Konfessionen laden ein zum Weltgebetstag 2011 aus Chile

Chile liegt im Südwesten Südamerikas, ein schmaler Streifen Land, der sich über 4300 km entlang der Pazifikküste erstreckt. Das ist ungefähr die Strecke von Kopenhagen bis in die Sahara. Das Land ist zwischen 80 und 400 km breit, hat viele Klima- und Vegetationszonen und ist reich an Bodenschätzen. Wälder und Wüsten und arktisches Eis gibt es in diesem Land mit seinen knapp 17 Mio. Einwohnern.

20 Jahre lang hat dieses Land unter der unbarmherzigen Diktatur Pinochets gelitten. Menschen wurden verfolgt, gefoltert, wurden umgebracht oder verschwanden einfach in den Gefängnissen der Junta. Nie wurden die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen.

Im Februar 2010 erlebten die Menschen in Chile eine Naturkatastrophe. Ein starkes Erdbeben, verbunden mit einer Flutwelle forderte zahlreiche Tote und Verletzte. Über 2 Millionen Menschen wurden obdachlos. Trotz massiver Hilfen traten gerade jetzt die Spannungen in der Gesellschaft Chiles zutage. Reichtum und bittere Armut stehen einander gegenüber, die indigene Bevölkerung, alleinerziehende Frauen und Migrantinnen kämpfen um das tägliche Überleben.

Jetzt hat die Gottesdienstordnung der Frauen aus Chile „Wie viele Brote habt ihr?“ eine ganz neue Bedeutung bekommen, denn Brot ist das Hauptnahrungsmittel der armen Bevölkerung in Chile.

Zu diesem ökumenisch vorbereiteten Gottesdienst am Weltgebetstag, Freitag, 4. März 2011, sind wir in der Gemeinde Friedehorst zu Gast. Um 15.00 Uhr beginnen wir mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken und den Informationen, Liedern, Bildern und Geschichten über Chile und seine Menschen. Der Gottesdienst beginnt um 17.00 Uhr.

Wir bereiten den Gottesdienst mit den Frauen der Gemeinden Friedehorst, Söderblomkirche in Marßel und St. Martini in Lesum vor. Alle sind zur Vorbereitung herzlich und zum Weltgebetstag herzlich eingeladen. Nähere Informationen unter Tel: 0421-6361153 bei Ulla Ratjen.

Das fängt ja gut an

Gleich den vierten Sonntag des neuen Jahres nutzten wir für eine Gemeindestunde nach dem Gottesdienst und für ein gemeinsames Mittagessen.

Kurz nach 11 Uhr gab es eine gute Tasse Kaffee oder Tee und wenig später begann die Gemeindestunde. Es ging u.a. um unser neues Jahresthema LEBEN GLAUBEN LEBEN, um besondere Angebote wie Einkehrtage, Passahfeier in der Karwoche am Gründonnerstag und um die Idee, ab und zu an Samstagnachmittagen über verschiedene Themen zu sprechen wie Taufe, Abendmahl, Geschichte des Baptismus, wie entsteht ein Kirchenamt, Diakonie u.v.m. Wir wurden informiert über Projekte wie ServeTheCity-Bremen und Initiative Hoffnung.

Dann standen Terminplanungen auf dem Programm – siehe unten.

Zum Glück haben sich Viele aus der Gemeinde zur Mitarbeit bereit erklärt und einige haben Verantwortung für ein bestimmtes Projekt übernommen.

Danach hatte wir eine Stärkung verdient und alle freuten sich über das großartige und vielseitige Buffet, für das jeder etwas Leckeres mitgebracht hatte. So musste niemand für alle kochen und die Arbeit verteilte sich auf viele Schultern.

Terminplanung

Sonntag, 20. März, 15.30 Uhr

Gemeindestunde

Samstag, 9. April, 16.00 Uhr

Was ist eigentlich das letzte Abendmahl und Pessach? Ist das der Ursprung unseres Abendmahls und wenn ja, warum gibt es dann kein Lamm?

Sonntag, 24. April, 9.30 Uhr

Osterfrühstück

Samstag, 2. Juli

Flohmarkt

Sonntag, 3. Juli, 10.00 Uhr

Gottesdienst mit anschließendem Sommerfest

Sonntag, 28. August, 11.00 Uhr

Gemeindeausflug zum Harriersand

Samstag, 29. November, 16.00 Uhr

Adventsfeier

Du spinnst doch

Bericht vom ersten Abend und Einladung zum nächsten Abend

Wir haben uns am 7. Januar das erste Mal getroffen. 25 Leute waren dabei, als wir erste Gehversuche wagten, um uns auf das Abenteuer Gemeinde – Gemeindeentwicklung einzulassen.

Es ist herausfordernd, miteinander ergebnisoffen zu spinnen, reden, visionieren. Ergebnisoffen meint hier: Wir wollten bewusst noch keine Aktionen festklopfen, sondern erst einmal ins Gespräch kommen. Standortbestimmung betreiben, Ideen austauschen und festhalten. Das haben wir erreicht und sind zu der Frage gekommen, ob wir leidenschaftlich sind. Am Ende blieb die Frage stehen, welche Leidenschaft oder Begeisterung gemeint ist: für die Gemeinde, für die Gottesdienste, für das Leben mit Jesus?

Wir werden weiterarbeiten. Der nächste Termin steht schon fest. Am 11. Februar treffen wir uns wieder – um weiter zu denken, zu spinnen, miteinander über die Zukunft unserer Gemeinde zu reden und und und…

Du bist Gemeinde – stand auf der Einladung zum ersten Abend. Das ist eine Tatsache. Wir können uns nur weiterentwickeln, wenn wir zusammen vorangehen und zusammen an unserem Auftrag arbeiten und ihn mit Leben füllen. Jeder, wirklich jeder Nachfolger von Jesus hat den Auftrag, das Evangelium in Wort und Tat zu verkünden und da gibt es keine Grenzen. Deine Grenze, deine Schwäche kann deine Stärke sein. Also kommt bitte zahlreich zum nächsten Spintisierabend.

Wem der Name nicht gefällt, kann Vorschläge machen, wie wir „das Kind“ noch nennen könnten.

Retrospektive

Der vergangene Dezember war ein wundervoller Monat. Eigentlich wäre es besser – und träfe den Kern auch eher -, vom Advent zu sprechen. Also, die vergangene Adventszeit war sehr schön. Ich möchte Euch noch einmal mitnehmen in letzten Wochen des alten Jahres. Dieses Schwelgen in Erinnerungen dient vor allem einem Zweck: zu sehen, wie gut wir es haben, wie vielfältig unser Gemeindeleben ist und darüber dankbar zu werden.

Am ersten Advent trafen wir uns am Nachmittag zu einem Adventskaffeetrinken. Wir aßen leckere Plätzchen und guten Kuchen, wir tranken Kaffee und Tee, wir sangen Lieder und hörten Geschichten und Gedichte. Ein rundum gelungener Nachmittag war das. Vielen Dank noch einmal an die vielen Helfer, die das möglich machten.

Eine Woche später, am zweiten Advent, feierten wir gemeinsam mit Friedehorst im großen Friedehorster Saal Gottesdienst. Unser Chor sang, dass es eine Freude war. Für mich, die diesen gemeinsamen Gottesdienst nun zum zweiten Mal erlebte, war es ganz besonders schön. Zum einen die andere Art Gottesdienst zu feiern – unsere Gottesdienste unterscheiden sich schon deutlich von denen in Friedehorst. Dies empfinde ich als sehr anregend und bereichernd und es erfüllt mich mit großer Freude, dass es diese Tradition gibt. Das zweite, für mich besondere, ist die Chance, mit anderen Christen ins Gespräch zu kommen und Menschen zu begegnen, deren Leben notwendigerweise anders gestaltet ist als mein eigenes.

Am vierten Advent gestalteten die Kinder und Mitarbeiter des Kindergottesdienstes den Gottesdienst und nahmen uns in das Weihnachtsgeschehen mit. Weihnachten heute und Weihnachten vor zweitausend Jahren – die Kinder zeigten uns, dass das, was damals geschah auch heute noch von Bedeutung und mehr als eine nette Geschichte ist. Auch hier noch einmal vielen Dank für die umfangreiche Vorbereitung.

Die Wochen vor Weihnachten waren voller Ereignisse und Events, das ist wohl war. Aber jedes war dazu geeignet, uns auf den Heiligen Abend und die Festtage einzustimmen. Gott wurde Mensch – wenn das kein Grund zum Feiern ist. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben – schreibt der Evangelist Johannes. Das ist Liebe und das ist Grund, fröhlich zu sein und die Zeit der Erwartung zu genießen. Das taten wir, wie gut das tat.

Anja Bär

Zweierschaften

leben glauben leben – im Gebet

Seit geraumer Zeit – vermutlich sogar schon immer – hört man[1] die Forderung: „Wir müssen mehr beten“. Doch ist mehr beten die richtige Lösung? Mehr beten, was heißt das überhaupt? Kann es beim Gebet wirklich um Quantität gehen? Ist nicht eher die Qualität gemeint? Wie auch immer, Gebet ist wichtig, eigentlich der wichtigste Ausdruck unserer Gottesbeziehung, wenn es um den Innenbereich unseres Lebens geht. Wenn man der Bibel Glauben schenkt, liegt auf dem Gebet zu zweit oder zu dritt sogar ein besonderer Segen. Denn Jesus sagt: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Jesus sagt also seine Gegenwart zu, wenn wir uns zum Gebet versammeln.

Nun ist es schwierig, Gebetsgruppen zu organisieren. Zumal wir in unserem Alltag so vollgestopft sind mit Dingen, die uns Zeit rauben, mit Arbeit, die uns die Kraft nimmt, mit Aufgaben, die erledigt werden müssen, dass das Gebet häufig nur noch ein Stoßseufzer, ein „Herr hilf!“ ist. Das ist auch nicht schlimm, im Gegenteil, es ist gut, gerade in bedrängten Zeiten zu Gott zu rufen – und wenn es nur ein Stoßseufzer ist. Doch reicht es auf Dauer nicht aus. Das Gebet in Gemeinschaft ist sehr wichtig, steht es doch unter besonderer Zusage. Darum möchte ich an dieser Stelle eine Art des gemeinsamen Gebets vorstellen, die sich trotz der oben beschriebenen Problematik gut in den Alltag einbauen lässt – die Zweierschaft.

Eine Zweierschaft besteht, wie der Name schon andeutet, aus zwei Personen. Diese treffen sich regelmäßig, um miteinander und füreinander und auch für andere Menschen, für Probleme in der näheren und ferneren Umgebung, in der Welt und der Politik u.ä. zu beten. Sie geben einander auch Anteil am eigenen Leben und Ergehen und bauen so eine vertrauensvolle Beziehung zueinander auf. Die Vorteile einer Zweierschaft bestehen in ihrer Größe (zwei Menschen finden eher einen Weg sich zu treffen als mehrere), ihrer Verbindlichkeit (man vereinbart einen festen Termin, den man in der Regel auch einhält) und in ihrer Offenheit (wenn zwei Menschen miteinander beten, entsteht zwangsläufig eine Offenheit zueinander). Der größte Vorteil besteht aber darin, dass gebetet wird und Gebet ist die Grundlage der Beziehung zu Gott, unserem himmlischen Vater.

Ich möchte Euch ermutigen, Euch jemanden zu suchen, mit dem ihr beten könnt und wollt. Dabei gilt die Regel: Frauen suchen sich Frauen und Männer suchen sich Männer. Der Grund für die Regel liegt meines Erachtens auf der Hand. Andernfalls fragt mich, ich erkläre ihn gern.

Ich wünsche mir, dass viele Zweier- oder auch Dreierschaften in unserer Gemeinde entstehen, denn Gebet verändert – mich und die Welt!

Anja Bär


[1] „man“ schließt hier jede/n ein, die/der mit anderen schon mal über das Gebet und seine Bedeutung gesprochen hat.