Meine erste Taufe

Zwanzig Jahre ist es her, dass ich selbst getauft wurde. Ich kann mich noch gut an die Aufregung davor erinnern. Würde alles klappen? Würde ich wirklich ganz untertauchen und auch wieder hoch kommen? „Steif wie ein Brett musst du sein“ so lautete die Anweisung meines Pastors. „Gut, steif wie ein Brett, mach ich“ – hoffte ich.

Und nun war ich selbst die Taufende. Ähnliche Fragen bewegten mich im Vorfeld. Würde alles gut gehen? Was ist, wenn ich meinen Text vergesse, wenn ich die Täuflinge nicht richtig anfasse. Was ist, wenn das Taufbecken zu klein, die Täuflinge zu groß sind?

Es gab Menschen, Glaubensgeschwister, die mir sagten: Fürchte dich nicht, Gott wird es segnen. Und es stimmte. Ich habe es erlebt. Gott hat den Gottesdienst und die Taufhandlung gesegnet. Es war meine erste Taufe, in der ich als Taufende tätig war. Und es war das Schönste, was ich je erlebt habe (vielleicht die Geburten meiner Töchter ausgenommen).

„Was sollen wir nun hierzu sagen?“ so fragte der Apostel Paulus in mehreren seiner Briefe. Was sollen wir nun hierzu sagen? Es ist großartig, wenn Menschen ihr Leben mit Christus gehen und es ist grandios, wenn sie das öffentlich bekennen. Ich bin zutiefst bewegt und begeistert, weil wir einen Gott haben, der Menschen auch heute noch in seine Nachfolge ruft und weil wir diese Menschen dann auf ihr Bekenntnis an Jesus Christus taufen dürfen.

„Willst du wieder taufen?“ wurde ich hinterher gefragt. Klar, immer wieder und am liebsten am kommenden Sonntag gleich noch mal.

Ich danke unserem Herrn Jesus Christus von ganzem Herzen für diese Taufe und die damit verbundene Erfahrung, dass es nichts Größeres gibt, als IHM nachzufolgen, IHM zu gehorchen und in SEINEM Namen das Evangelium, die gute Nachricht zu verkündigen.

Anja Bär

wir hören den Taufvers

welch ein Grund zur Freude