Atempause

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele.
Psalm 23,1-3

„Der Herr gibt mir für meine Arbeit das Tempo an.
Ich brauche nicht zu hetzen.
Er gibt mir immer wieder einen Augenblick der Stille,
eine Atempause, in der ich zu mir komme.
Er stellt mir Bilder vor die Seele,
die mich sammeln und mir Gelassenheit geben.
Oft lässt er mir mühelos irgendetwas gelingen und es
überrascht mich selbst, wie zuversichtlich ich sein kann.
Ich merke: Wenn man sich diesem Herrn anvertraut,
bleibt das Herz ruhig.
Obwohl ich viel zu viel Arbeit habe,
brauche ich doch den Frieden nicht zu verlieren.
Er ist in jeder Stunde da und in allen Dingen.
Und so verliert alles andere sein bedrohliches Gesicht.
Oft – mitten im Gedränge – gibt er mir ein Erlebnis,
das mir Mut macht.
Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reichte,
und dann ist der Friede da und eine tiefe Geborgenheit.
Ich spüre wie meine Kraft dabei wächst,
wie ich ausgeglichen werde und mir mein Tagwerk gelingt.
Darüber hinaus ist es einfach schön zu wissen,
dass ich meinem Herrn auf der Spur bin, und dass ich,
jetzt und immer, bei ihm zu Hause bin.“ (Toki Miyaschina)

Nach der predigerlosen Zeit wünschen wir uns als Gemeinde eine Atempause. Das ist selbstverständlich. Wir haben getan, was notwendig war und haben es gern getan. Wir haben uns von ganzem Herzen einen neuen Seelsorger gewünscht und fühlen uns jetzt reich beschenkt.

Darum wünsche ich uns allen Atempausen, wo sie notwendig sind. Ich wünsche sie aber auch und vor allen Dingen für unsere Pastorin Anja Bär. Gönnt ihr eine Zeit des Einlebens, damit sie in Ruhe ihren Weg finden kann. Ihr und uns allen gilt:
Nimm dir Zeit zum Arbeiten, es ist das Geheimnis deines Erfolges.
Nimm dir Zeit zum Erholen, es ist die Quelle deiner Kraft. Nimm dir Zeit, herauszufinden, wann das eine oder das andere dran ist.

Christa Hoefs